Bundesstaat Pará

Veröffentlicht am 25. November 2011 - 14:12h

Der Name des Bundesstaates Pará stammt von dem Begriff “Pa’ra“ aus der eingeborenen Tupi-Guarani-Sprache, übersetzt bezeichnet es ein “Fluss-Meer“, denn so nannten die Indianer den rechten Arm des Amazonasstroms, welcher vereint mit dem Wasser des Rio Tocantins eine so enorme Breite erreicht, dass man von einem Ufer nicht zum andern sehen kann – die Wasserfläche also eher einem Meer als einem Fluss gleicht.

Als die Portugiesen zum ersten Mal dieses Gebiet betraten, gaben sie ihm den Namen “Feliz Luzitânia“ – was später durch die Bezeichnung “Grão Pará“ (grosses Fluss-Meer) ersetzt wurde – und schliesslich blieb nur noch “Pará“.

  • Staats-Kürzel: PA
  • Hauptstadt: Belém
  • Bevölkerungszahl: 7.581.051 (Stand 11/2010)
  • Munizipien: 22
  • Städte: 143
  • Grösse: 1.247.950 km²
  • Strassen: 34.345 km
  • Bevölkerungsdichte: 6,07 Einwohner pro km²
  • Kunsthandwerk: Indianisches Kunsthandwerk, Keramik
  • Wirtschaft: Paranüsse, Kautschuk, Pflanzen, Fischindustrie
  • Einwohner: „PARAENSES“
  • Bewohner der Hauptstadt: Belenênse

Region

Gelegen im östlichen Zentrum der brasilianischen Nordregion. Pará ist der zweitgrösste Bundesstaat Brasiliens an Fläche (grösser ist nur der Bundesstaat Amazonas), etwa zweimal so gross wie Frankreich.

Die Grenzen

  • Norden: Surinam und Bundesstaat Amapá
  • Nordosten: Atlantischer Ozean
  • Osten: Bundesstaaten von Maranhão und Tocantins
  • Süden: Bundesstaat Mato Grosso
  • Nordwesten: Guyana und Bundessstaat Roraima

Klima

Im Bundesstaat Pará herrscht ein typisch äquatoriales Klima, mit mittleren Jahrestemperaturen zwischen 24°C und 26°C, ausserdem hohe Niederschlagswerte, die 2.000 mm im Umfeld des Amazonasstroms erreichen.

Relief

Drei unterschiedliche Bodenformationen sind in diesem Bundesstaat von wesentlicher Bedeutung:

  • 1. Das nord-amazonensische Plateau – es besteht beinahe in seiner Gesamtheit aus kristallinen Schichten und bildet einen Teil des Guyana-Plateaus, in dem sich die Serras von Acarí und Tumucumaque befinden (um die 850 m hoch)
  • 2. die Amazonas-Ebene, ein schmaler, sedimentärer Streifen, der sich von Südwesten nach Nordosten erstreckt, und durch den der Amazonasstrom fliesst
  • 3. das südamazonensische Plateau, welches einen Teil des brasilianischen Zentralplateaus bildet und in südlicher Richtung ansteigt, bis zur Serra dos Carajás.

Hydrografie

Der Amazonas ist nicht nur der bedeutendste Fluss des Bundesstaates, er ist auch seine bedeutendste Wasserstrasse. Unter seinen wichtigsten Zuflüssen innerhalb des Bundesstaates sind zu nennen: die Flüsse Tapajós, Xingu und Tocantins, am rechten Ufer, und die Flüsse Trombetas, Maicuru, Paru und Jari, am linken Ufer. Nahe der Mündung des Amazonas wird er vom Rio Pará gespeist und an der Grenze zu Maranhão vom Rio Gurupi.

Das hydrographische Becken des Bundesstaates Pará umfasst eine Fläche von 1.253.164,5 Quadratkilometer, davon gehören 1.049.903,5 Quadratkilometer zum Amazonas-Becken und 169.003,5 Quadratkilometer zum Becken des Rio Tocantins. An diesem Fluss befindet sich das Wasserkraftwerk von “Tucuruí“ – der Stausee bedeckt eine Fläche von 2.430 Quadratkilometer – das Kraftwerk produziert eine Energie von 7.745 Megawatt.

Die bedeutendsten Flüsse

Amazonas, Tapajós, Xingu, Jari, Tocantins, Pará

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