Bundesstaat Acre

Veröffentlicht am 19. November 2011 - 14:52h

Der Name des Bundesstaates Acre hat seinen Ursprung in “Áquiri“, einer Interpretation der Erforscher dieser Region, die damit das indianische Wort “Uwákuru“ verfremdeten, welches in der Sprache der lokalen Apurinã “Fluss der Kaimane“ bedeutet – vom “Rio Acre“, dem grössten Fluss des Bundesstaates, bekam er dann seinen Namen.

Grenzen

Gelegen im extremen Südwesten der Nordregion, mitten im brasilianischen Teil Amazoniens, begrenzt im Norden vom Bundesstaat Amazonas, im Osten von Rondônia, im Südosten von Bolivien und im Westen von Peru.

  • Staats-Kürzel: AC
  • Hauptstadt: Rio Branco
  • Bevölkerungszahl: 733.559 (Stand 11/2010)
  • Munizipien: 5
  • Städte: 22
  • Grösse: 164.122 km²
  • Strassen: 2.225 km
  • Bevölkerungsdichte: 4,47 Einwohner pro km²
  • Kunsthandwerk: Keramik, Lederwaren
  • Wirtschaft: Kautschuk, Kastanien
  • Einwohner: „ACREANOS“

Klima

Sein Klima ist warm und feucht, mit einer mittleren Jahrestemperatur um die 25°C. Die jährlichen Niederschläge erreichen 2.000 bis 2.500 mm, was die Dominanz des äquatorialen Regenwaldes in seinem Territorium erklärt.

Relief

Der grösste Teil seines Territoriums befindet sich auf einer Hochebene, wird im Westen von der Serra da Contamana durchquert, die sich allmählich in der amazonensichen Ebene verliert – in ihr befinden sich die Quellen der Flüsse Rio Juruá und Rio Purus, bedeutende Zuflüsse des Amazonas.

Hydrografie

Das hydrografische Becken des Bundesstaates Acre ist ein Teil des Amazonasbeckens und bedeckt eine Fläche von 153.149,9 km2. Unter seinen bedeutendsten Flüssen sind zu nennen: Juruá, Tarauacá, Muru, Embirá, Xapuri, Purus, Iaco und der Rio Acre.

Die Städte mit der grössten Bevölkerung

Rio Branco, Cruzeiro do Sul, Taraucá, Sena Madureira und Brasiléia

Die regionale Uhrzeit

(im Vergleich zu Brasília)
minus 2 Stunden

Aus der Wirtschaft

Der Regenwald bildet die Basis der acreanischen Wirtschaft – die Industrie vegetativer Extraktion gehört zu den wichtigsten Aktivitäten seiner Bevölkerung. Die wirtschaftliche Komposition des Bundesstaates basiert in erster Linie auf der Latex- und der Paranuss-Extraktion, sowie auf Viehzucht und geringe Landwirtschaft zur Selbsterhaltung. Acre ist heute der grösste Latex-Produzent Brasiliens, die entsprechenden Bäume der Hevea Brasiliensis findet man vorwiegend in den Flusstälern von Purus, Juruá und Madeira. Das Einsammeln der Paranüsse gehört in der Regel ebenfalls zu den Aktivitäten der Latex-Zapfer (Seringueiros) – sozusagen als Nebenbeschäftigung, während der Regenperiode.

Die Landwirtschaft wird in der Regel für den eigenen Verbrauch betrieben – allerdings gibt es ein paar Grossbetriebe, deren Plantagen von Maniok, Reis, Bananen und Mais auch von wirtschaftlicher Bedeutung für den Staat geworden sind – und sie sind von Bedeutung für seine Bevölkerung. In der Viehzucht ist ein Bestand von 464.000 Rindern nicht unbedeutend – 202.912 Schweine und 26.000 Schafe vervollständigen den Bestand. Es gibt auch kleinere Aktivitäten auf dem industriellen Sektor im Bundesstaat, die sich auf die Produktion von Nahrungsmitteln, Holzverarbeitung, Keramik- und Möbelfabrikation konzentrieren. Der Handel findet fast ausschliesslich mittels der Wasserstrassen statt, und die exportierten Produkte werden in ihrer Gesamtheit von den Nachbarstaaten Amazonas und Pará absorbiert.