Jaú Nationalpark

Veröffentlicht am 28. Dezember 2011 - 10:49h

Der Jáu Nationalpark wurde 1980 gegründet und ist bezüglich seines Bestandteils an tropischem Regenwald der grösste Nationalpark der Welt – und auch der grösste Naturschutzpark Brasiliens. Zusammen mit den Arealen für erhaltende Entwicklung “Amanã“ und “Mamirauá“, hat er eine Fläche von 5,7 Millionen Hektar Schutzzone.

Das Gebiet des Jaú war einst von indigenen Völkern besetzt, die in verschiedene Kämpfe um den Besitz des Territoriums verwickelt wurden. Dort selbst hat man auch eine Menge archäologischer Fundstätten entdeckt, die beweisen, dass die Präsenz des Menschen in Amazonien wesentlich älter ist als bisher angenommen.

Fauna

Nach Untersuchungen der IBAMA gibt es im Nationalpark Jaú diverse Arten von Fischen, Amphibien, Reptilien, Echsen, Schlangen und Säugetieren, unter denen sich auch einige vom Aussterben bedrohte Arten befinden – wie zum Beispiel die “Onça pintada“ (Panthera onca), die “Tartaruga-da-Amazônia“ (Podocnemis expansa), die “Tracajá“ (Podocnemis unifilis), die “Gato-maracajá“ (Leopardus wiedii), der “Jacaré-açu“ (Melanosuchus niger) und die “Ariranha“ (Pteronura brasiliensis).

Flora

Es gibt im Park Formationen des dichten Tropischen Regenwaldes und auch Formationen dichten Dschungels mit dichtem oder offenem Buschwerk – mit überwiegend Leguminosen.

Sehenswürdigkeiten

Die wilde Schönheit des Amazonas-Regenwaldes und sein Artenreichtum verlockt zahlreiche Ökotouristen zu Expeditionen durch den Jaú, besonders im Gebiet des Rio Carabinani.

Lage

Der Nationalpark befindet sich im Bundesstaat Amazonas – zwischen den Munizipien von Novo Airão und Barcelos, im Becken des Rio Jaú. Es gibt eine Anfahrt auf dem Landweg – über die Strasse Manacapuru-Novo Airão – und eine auf dem Wasserweg, auf dem Rio Negro per Boot oder Wasserflugzeug.

Mittlere Jahrestemperatur

Zwischen 26° und 26,7oC

Fläche

2.272.000 Hektar

Infrastruktur

Es gibt noch keine Struktur für Besucher, obwohl der Tourismus für den Unterhalt des Parks und der Bevölkerung jener Region eingeplant ist.

Und so kommt man hin

Auf dem Wasserweg – von Manaus aus den Rio Negro hinauf per Boot bis nach Novo Airão, einem Ort, der dem Südeingang des Parks am nächsten liegt – etwa 6 Stunden Fahrt per Schnellboot. In normalem Regionalboot kann die Fahr bis zu 18 Stunden dauern.

Auf dem Luftweg – man kann ein Wasserflugzeug chartern – mit einem Motor braucht es 1 Stunde – mit zwei Motoren nur 45 Minuten. Per Hubschrauber braucht man 1 Stunde und 10 Minuten.

Per Landstrasse – auf der Strasse von Manaus nach Manacapuru – nach etwa 70 km abbiegen Richtung Novo Airão, weitere 78 km. Nach Manacapuru ist die Strasse nicht mehr asphaltiert.