Das Geheimnis der Bäume – Neu im Kino

Veröffentlicht am 10. Januar 2014 - 18:30h unter Aktuelles aus Peru, Nachrichten aus Amazonien

flora-vista-bäume_5647Das Geheimnis der Bäume ist eine Naturdokumentation des französischen Filmemachers und Antarktisforschers Luc Jacquet. Der Film basiert auf der Idee des Botanikers Francis Hallé, der viele Jahre damit verbracht hat, die Regenwälder zu studieren und die Geheimnisse des Zusammenwirkens von Pflanzen und Tieren zu entschlüsseln.

Der Baum wird in diesem Dokumentarfilm thematisiert. Der Film zeigt eine Reise zum Ursprung des Lebens, speziell der Ur- und Regenwälder von Peru und Gabun. Der bekannte Botaniker Francis Hallé zeigt im Film den Lebenskreislauf der Bäume auf.

Luc Jacquet führt den Zuschauer nicht nur die Geheimnisse der Bäume ein, sondern er sensibilisiert das Publikum auch für deren Gefährdung. Er zeichnet das Bild eines gefährdeten Naturwunders, das sich aus eigener Kraft erneuern und heilen kann, wenn ihm Zeit und Raum dafür gegeben werden.

Drehort: Peru

Peru besitzt hinsichtlich der Biodiversität den fünftreichsten Primärwald der Welt. 700.000 Quadratkilometer des 1,3 Millionen Quadratkilometer grossen südamerikanischen Landes sind mit Wald bedeckt – das entspricht 54 Prozent der gesamten Fläche Perus. Die geschützten Gebiete werden von der Servicio Nacional de Áreas Naturales Protegidas (SERNANP) verwaltet und beinhalten ein Dutzend Nationalparks, die insgesamt eine Fläche von acht Millionen Hektar umfassen. Der Nationalpark Manú wurde 1973 gegründet, um die reiche Biodiversität des Areals zu schützen. 1977 stellte die UNESCO ihn unter internationalen Schutz, indem sie ein Biosphärenreservat einrichtete und Manú 1987 zum Welterbe erklärte.

Peru verfügt über eine reiche Artenvielfalt, unter anderem 2.937 verschiedene Amphibien, Vögel und Reptilien. Einige von ihnen leben an keinem anderen Ort der Welt. Ein einziger Hektar Regenwald in Manú beherbergt mehr als 220 verschiedene Baumarten. Riesenotter, Schwarzer Kaiman, Jaguar und Tapir sind typisch für den Nationalpark.

In Peru hat das Filmteam hinter einer kleinen Wetterstation am Ufer des Flusses Manú im Camp Pakitza gedreht. Dieser Platz wurde ausgewählt, weil der Manú Nationalpark ein wahrer Schatz an Artenreichtum ist und ideal in den beiden Regionen Cusco und Madre de Dios liegt.

Drehort: Gabun

Gabuns tropischer Regenwald liegt im gigantischen Kongobecken, dessen Einzugsgebiet zu den grössten der Erde zählt. Lediglich das Amazonasbecken umfasst eine grössere Fläche. Während des Weltgipfels für nachhaltige Entwicklung in Johannesburg im Jahr 2002 kündigte der damalige Präsident Omar Bongo Ondima ein Netzwerk aus 13 Nationalparks an. Deren Verwaltung übernimmt die Nationalparkbehörde ANPN.

80 Prozent des Staatsgebiets sind mit Wald bedeckt. Gabun ist eines der wenigen Länder weltweit, die noch über einen Urwald verfügen. Hunderte Pflanzenarten sind übereinander geschichtet und formen so den Äquatorialwald, der den Westen, Norden und Süden des Landes bedeckt. Er ist der Lebensraum für mehr als 70 Meter hohe Baumriesen, deren Baumstämme mehrere Meter Durchmesser haben. Dazu gehört auch der im Film gezeigte Moabi-Baum. Es dauert 600 Jahre, bis er seine volle Höhe erreicht hat.

Teile des Films wurden im Ivindo Nationalpark im Osten und im Loango Park an der Küste, südlich der Hauptstadt Libreville, gedreht. An diesen Orten scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Elefanten, Flusspferde und Krokodile streifen friedlich umher. Beide Parks begeistern mit aussergewöhnlichen Landschaften: Strände, kleine Lagunen, Mangroven, Salzwiesen, Moore, Savannen und Wälder. Diese Ökosysteme sind besonders selten und haben wegen ihres guten Zustands einen aussergewöhnlichen Charakter.

Der sehenswerte Film läuft ab dem 02. Januar in Deutschland und ab dem 11.01. in der Schweiz.

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