Wasserstraße von Peru nach Manaus als Alternative zum Panama-Kanal

Veröffentlicht am 20. Mai 2014 - 18:03h unter Aktuelles aus Brasilien

transpoamazonia_Die Idee, zwischen Iquitos in Peru und Manaus eine permanente Wasserstraße einzuführen, gibt es schon seit längerem. Jetzt wird in Manaus eine Delegation von 50 peruanischen Unternehmern erwartet, welche die Einrichtung dieser Route vorantreiben wollen. Diskutieren wollen sie darüber mit ihren brasilianischen Kollegen und Fachleuten bei der II. TranspoAmazônia, einer Konferenz und Messe über Transportwesen und Logistik, zu der 13.000 Besucher erwartet werden. Sie findet diese Woche im Messezentrum von Manaus statt.

Die Frage, wie die Schifffahrt zwischen Peru und Brasilien verbessert werden kann, wird bei dem Event in der Regenwaldmetropole vermutlich im Vordergrund stehen. Die 1.600 Kilometer lange Strecke zwischen Iquitos in Peru und dem brasilianischen Manaus verläuft zum großen Teil über den Rio Solimões. Durch deren Realisierung und einer weiteren Verbindung bis zum Pazifik wäre sie eine Alternative zum Panama-Kanal und würde Manaus direkt mit dem asiatischen Markt verbinden. Die Peruaner erwarten sich im Gegenzug dazu eine Verbesserung der Handelsbeziehungen mit Brasilien.

Nach Angaben der Organisatoren, der Transportvereinigung Fetramaz, soll mit den Unternehmern aus Peru und Brasilien über verschiedene Modelle diskutiert werden, um das Projekt der Amazonas-Wasserstraße in den nächsten Jahren zu verwirklichen. Eins der größten Probleme sind dabei allerdings die fehlenden Schleusen an den Wasserkraftwerken, um den Höhenunterschied auszugleichen.

Gäbe es an den Staudämmen der Wasserkraftwerke Santo Antônio und Jirau Schleusen, könnten über den Amazonas und den Fluss Rio Madeira sogar bis nach Bolivien Waren transportiert werden und von dort aus bis nach Argentinien, wie es von der Fetramaz heißt. Bereits von Präsidentin Dilma Rousseff zugesagt worden sei indes der Bau einer Schleuse am Stauwerk von Tucuruí im Bundesstaat Pará.

Erwartet werden zu der Konferenz und Messe über 13.000 Besucher aus dem In- und Ausland. Etwa 1.000 Teilnehmer werden dabei Spezialisten aus der Branche sein, die sich am technischen und akademischen Programm der Konferenz beteiligen.

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