Frau rettet Tapirjunges im Amazonas-Regenwald

Veröffentlicht am 5. Mai 2015 - 19:11h unter Aktuelles aus Brasilien

Baby Tapir.

Baby Tapir

Eigentlich ist es in Brasilien verboten Wildtiere zu jagen. Gewildert wird dennoch. Glück im Unglück hat die Tage jedoch ein kleines Tapirjunges gehabt, das etwa 113 Kilometer von Manaus entfernt von skrupellosen Jägern eingefangen worden ist. Mit Hilfe einer Unbekannten ist es in der Obhut der Umweltbehörden gelandet, die nun für sein Wohlergehen sorgen.

Entdeckt wurde das Tapirjunge in der Siedlung Mutuca. Dort haben nach Zeugenberichten einige “Personen” versucht, eine Tapir-Mutter samt ihrem Jungen einzufangen. Während dem ausgewachsenen Tier die Flucht gelungen ist, hatte das Kleine zunächst weniger Glück. Es wurde gefangen gehalten und gemästet, mit dem Ziel, später sein Fleisch zu verkaufen, wie ein Tierarzt erzählt. Darauf aufmerksam wurde eine Frau. Die kaufte das Tapirjunge kurzerhand. Statt es weiter zu mästen, wandte sie sich jedoch an das Umweltinstitut des brasilianischen Bundesstaates Amazonas (Ipaam).

Mitarbeiter des Ipaam haben das Tapirjunge mittlerweile in die Obhut eines Tierpflegers gegeben. Dort wird es so lange bleiben, bis es alt genug ist, um wieder in die Natur entlassen zu werden. Keine Angaben liegen indes über den Verbleib der kriminellen Jäger vor.

Tapire sind die größten Säugetiere Südamerikas. Von ihrem Körperbau her erinnern sie an Wildschweine. Die nachtaktiven und sehr scheuen Vegetarier können allerdings von Kopf bis Rumpfende zwischen 1,70 und 2,50 Meter messen und bis zu 300 Kilogramm wiegen. Für den Amazonas-Regenwald sind sie von enormer Bedeutung, da sie aufgrund ihrer Nahrungsmittelwahl zur Verbreitung von den Samen der verschiedensten Pflanzen beitragen und somit zur Verjüngung des Waldes beitragen.

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