Amazonasflut: Manaus bereitet sich mit Laufstegen auf Fussball-WM vor

Veröffentlicht am 28. Mai 2014 - 04:03h unter Aktuelles aus Brasilien

OLYMPUS DIGITAL CAMERATeile der Amazonashauptstadt Manaus werden derzeit von Überschwemmungen heimgesucht. Für die Austragung der Spiele zur Fußballweltmeisterschaft in zwei Wochen werden dennoch keine Probleme erwartet. Die Stadt hat sich entsprechend vorbereitet. Darüber hinaus befindet sich das Fußballstadion “Arena Amazônia” in einem Bereich, der keinesfalls vom Hochwasser betroffen sein kann.

Die Bewohner entlang des Amazonas sind die regelmäßigen Überschwemmungen durchaus gewohnt. Auch in der Millionenmetropole Manaus ist es nicht zum ersten Mal, dass der Rio Negro Hochwasser führt. Dennoch hat sich die Stadtverwaltung dieses Jahr besser vorbereitet. Konstruiert wurden bereits Metallstege, um den Zugang zu den Geschäften im Zentrum Manaus auch bei Hochwasser zu ermöglichen. Aneinander aufgereiht betragen die Laufstege eine Länge von 2.600 Metern. Sie sollen unter anderem einen reibungslosen Ablauf der Aktivitäten im Zentrum nahe des Hafens garantieren. Zur Fußball-Weltmeisterschaft werden in Manaus rund 40.000 Touristen erwartet.

Bürgermeister Artur Neto hat dennoch den Notstand für Manaus ausgerufen. Ohne diese Maßnahme kann er keine staatliche Hilfen für die von den Überschwemmungen betroffenen Bewohner verschiedener Stadtviertel erhalten. Familien, die in sogenannten Risikogebieten wie beispielsweise an Flüssen oder Bachufern leben, können mit dieser Maßnahme evakuiert werden. Zudem können sie weitere Hilfen wie Mikrokredite oder Sachzuwendungen erhalten.

In den vergangenen drei Tagen ist der Wasserspiegel des Rio Negro um stolze 16 Zentimeter angestiegen. Am Montag (26.) erreichte er eine Höhe von 29,19 Meter. Nach offiziellen Angaben sei jedoch alles unter Kontrolle. Das Geologische Institut geht zwar davon aus, dass der Wasserspiegel noch um weitere 30 Zentimeter steigen wird. Damit würde er jedoch immer noch unter den Wasserständen der letzten beiden Jahre liegen.

Nach offiziellen Angaben vom 21. Mai sind im gesamten Bundesstaat Amazonas bisher knapp 33.400 Familien vom Hochwasser betroffen. Zwei Gemeinden haben inzwischen den Katastrophenzustand ausgerufen, 25 weitere den Notstand. In Manaus sind vor allem die Stadtviertel betroffen, die niedriger gelegen sind.

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