Euclides da Cunha und der Regenwald

Veröffentlicht am 5. März 2013 - 19:15h unter Fakten & Kuriositäten

Wussten Sie, dass der berühmte brasilianische Dichter und Schriftsteller Euclides da Cunha auch seine Gefühle und persönlichen Eindrücke gegenüber dem Amazonas-Regenwald ausgedrückt hat?

220px-Euclides_da_CunhaSchon bekannt durch sein Epos “Os Sertões” reiste Euclides da Cunha im Jahr 1905 auf den Flüssen Rio Purus, Rio Juruá und Rio Acre durch den Regenwald in Amazonien. Seine Überraschung hielt er folgendermassen fest: “Der Mensch ist dort noch ein ungebetener Eindringling. Er kam, ohne dass man ihn erwartet hatte oder haben wollte – als die Natur noch im Begriff war, ihren schönsten und grössten Salon herzurichten”.

Euclides da Cunha wurde am 20. Januar 1866 in Cantagalo, Rio de Janeiro geboren. Er starb am 15. August 1909 in Piedade, ebenfalls im Bundesstaat Rio de Janeiro. Sein bekanntestes Werk ist das bereits erwähnte Werk „Os Sertões“, welches 1994 auf deutsch unter dem Titel „Krieg im Sertão“ veröffentlicht wurde. Darin erzählt er die Ereignisse um die Vernichtung der Siedlung Canudos im Canudos-Krieg, den er als Reporter und Augenzeuge miterlebte. Dem peruanischen Romancier Mario Vargas Llosa diente „Os Sertões“ als Vorlage für seinen 1981 erschienenen Roman „La guerra del fin del mundo“.