3D-Abenteuer “Amazônia” kommt nun auch in brasilianische Kinos

Veröffentlicht am 22. Juni 2014 - 15:52h unter Aktuelles aus Brasilien

Viele Fernsehprogramme und Dokumentarfilme haben bereits Bilder aus Amazonien gebracht. Auch die Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien trägt dazu bei, diese interessante Region besser kennenzulernen. Schliesslich werden auch Spiel in der Regenwaldmetropole Manaus ausgetragen.

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Trotzdem ist es unwahrscheinlich, dass man den Alltag im Regenwald jemals in solch fantastischen Details wie in “Amazônia“ gesehen hat. Ende Januar startete der Film bereits in der Schweiz, in Deutschland war er ab Ende April zu sehen. Nun kommt die französisch-brasilianische Produktion am 26. Juni auch endlich in den brasilianischen Kinos und kann so den Menschen im größten Land Südamerikas ebenfalls nie dagewesene Einblicke in das gigantische Ökosystem offerieren.

Dank der 3D-Technologie enthüllt der Kinofilm eine Welt, die normalerweise den Augen oft verborgen bleibt. Die Kamera kann dadurch ganz nah an die verschiedenen Tiere herangehen und sie mit einer grandiosen Tiefenwirkung zeigen. Und viele dieser Tiere sind klein, fast mikroskopisch. Wenn sie über die Leinwand huschen, erinnert “Amazônia“ ein wenig an den faszinierenden Dokumentarfilm “Microcosmos“ (1996), der die Kreaturen zeigt, die im Gras und innerhalb der Vegetation leben. Aber auch ein anderer Dokumentarfilm fällt dazu ein: “Der Marsch der Pinguine“ (2005), in dem Tiere zu Persönlichkeiten werden und Schauspieler ihre “Stimmen“ interpretieren.

In “Amazônia“ ist der Kapuzineraffe “Castanha“ der Protagonist. Der Schauspieler Lúcio Mauro Filho ist “seine Stimme“ (in deutsch ist es Michael Loft) – er erzählt, was er denkt und fühlt.

Anfangs hat er nur Angst. Er wird als Haustier in Rio de Janeiro aufgezogen, später an einen Zirkus verkauft. Aber das Flugzeug, in dem er verschickt wird, stürzt in den Amazonas-Regenwald ab. Zum ersten Mal entdeckt er eine Welt, die eigentlich seine Heimat ist – aber zum ersten Mal muss er auch für sich selbst sorgen.

“Castanha“ ist schliesslich in der Grossstadt aufgewachsen und hat vorher nie den Regenwald gesehen. So entdeckt er nun mit den Augen eines Kindes das facettenreiche Leben um sich herum. Was der Zuschauer durch seine Augen zu sehen bekommt, ist so eindrucksvoll, dass der kleine “Castanha“ vielleicht ein bisschen weniger dazwischen sprechen sollte. Und an verschiedenen Stellen wirkt die Handlung des Films ein bisschen “aufgesetzt“, um zu den Bildern zu passen und die einzelnen Szenen zu verbinden.

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