Neue Froscharten im Amazonasregenwald entdeckt

Veröffentlicht am 30. April 2014 - 15:47h unter Aktuelles aus Brasilien

sapoIm Amazonasgebiet Brasiliens haben Forscher drei neue Froscharten entdeckt. Beteiligt waren an der Entdeckung Wissenschaftler vom Naturgeschichtlichen Museum Amerikas in New York sowie vom Museum Emílio Goeldi im brasilianischen Pará.

Chiasmocleis papachibe lautet der wissenschaftliche Name einer der drei Frösche. Der Name bezieht sich dabei auf die Bevölkerung Parás, auf das Gebiet, wo der Frosch entdeckt wurde. Die Menschen dort werden umgangssprachlich “papa chibé” genannt, was eigentlich ein typisches Gericht der Region ist. Der Frosch mit dem großen Namen ist eher ein Winzling. Gerade einmal 24 bis 32 Millimeter misst er, wobei die Weibchen größer sind als die Männchen.

Warum die Amphibienart den Namen “papachibe” erhielt, erklären die Forscher vom US-Museum damit, dass sie von der Bevölkerung Parás vom ersten Tag an mit offenen Armen empfangen wurden. Der Name ist deshalb als Hommage gedacht. Über den Frosch Papachibe ist bisher allerdings nur wenig bekannt, da die Biologen auf lediglich drei erwachsene Exemplare stießen, wie ein Mitarbeiter des Museums Emílio Goeldi in Pará erklärt. Weitere Studien seien deshalb notwendig, dies auch um herauszufinden, wie und ob sich diese Amphibienart an Veränderungen der Umwelt anpassen kann. Dies ist besonders wichtig, da Papachibe im Osten Parás in einem Gebiet gefunden wurde, dessen Regenwald stark in einzelne, voneinander abgetrennte Waldflächen zerstückelt ist.

Im brasilianischen Bundesstaat Amapá und im Nachbarland Französisch-Guayana wurde der Frosch Chiasmocleis haddadi gefunden. Der dritte im Bund stammt aus der Region der beiden Bundesstaaten Acre und Rondônia. Er erhielt den Namen Chiasmocleis royi.

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