Anakonda und Königsschlange sind neue Stars im Museum Amazoniens

Veröffentlicht am 9. Juni 2015 - 20:17h unter Aktuelles aus Brasilien

A coiled up yellow anaconda seen deep in the Amazon rainforest in Peru

Die Gelbe Anakonda (Eunectes notaeus)

Das Museum Amazoniens wartet mit einer neuen Attraktion auf. Dort können Besucher künftig 22 verschiedene Schlangen besichtigen, die im neu eingeweihten Serpentário aufgenommen wurden. Zu sehen ist unter anderem eine der größten Schlangen der Welt, die Anakonda. Ein Ziel der Einrichtung ist es, die Bevölkerung über die Tiere aufzuklären und die Angst der Menschen vor den Schlangen zu verringern.

Schlangen haben im Allgemeinen kein gutes Image. Wer einer begegnet verharrt oft erst einmal vor Schreck. Nicht alle der Serpenten Brasiliens sind allerdings giftig oder gefährlich. Aber selbst die berüchtigen Vipern, deren Biss tödlich sein kann, tragen ihren schlechten Ruf zu unrecht, da sie nur dann attackieren, wenn sie sich bedroht fühlen. Vorsicht ist allerdings geboten.

Im neu eingerichteten Serpentário werden deshalb Führungen mit Informationen über den Lebensraum und das Verhalten der Schlangen angeboten. Beigetragen werden soll damit auch zum Schutz der Schlangen, die im Ökosystem eine wichtige Rolle spielen. Jedoch werden sie nach wie vor aus Unwissenheit und Angst von der Bevölkerung umgebracht.

Einer der Stars des Museums ist eine drei Meter lange Königsschlange oder Jiboia, wie sie von den Einheimischen genannt wird, die ihre Beutetiere erwürgt. Zu sehen ist ebenso eine Regenbogen-Jiboia sowie eine Sucuri oder Anakonda, die mit ihren Farben und ihrer Größe beeindrucken. Auch kleinere Schlangenarten sind vertreten, wie die giftige Vipernart Jararaca.

In der Natur nur selten zu erhaschen ist ein Blick auf die grasgrüne und ungiftige Cobra-Cipo, die sich in den Baumwipfeln fortbewegt. Auch sie kann im Serpentário besichtigt werden. Weitere dort zu sehende Arten sind die Klapperschlange (Cascavel), die papa-pinto und die suaçuboia. Sie alle kommen im Amazonas-Regenwald vor. Einige sind jedoch auch in anderen Regionen Brasiliens heimisch.

Angegliedert ist das Serpentário dem Museu da Amazônia (Musa) in Manaus, das von Dienstag bis Sonntag von 9 bis 16 Uhr geöffnet ist.

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