Amazonas-Regenwald: Peru weist 1,3 Millionen Hektar großen Natioalpark aus

Veröffentlicht am 13. November 2015 - 13:19h unter Aktuelles aus Peru

Die Amazonas-Region ist um ein Schutzgebiet reicher. Perus Präsident Ollanta Humala hat am Sonntag (8.) den 1,3 Millionen Hektar umfassenden Parque Nacional Sierra del Divisor per Dekret ausgewiesen. Er grenzt auf brasilianischer Seite an den viertgrößten Nationalpark des Landes an, dem 837.000 Hektar großen Parque Nacional Serra do Divisor im Bundesstaat Acre. Gebildet wird damit ein grenzübergreifender ökologischer Korridor.

Schon 2006 hat Perus Regierung die gebirgige Region im Herzen des Amazonas-Regenwaldes als Vorbehaltsfläche für den Naturschutz deklariert. Bis der Nationalpark Sierra del Divisor dann tatsächlich ausgewiesen wurde, sind jedoch neun Jahre vergangen, in denen sich die verschiedensten Organisationen wie Rainforest Trust auf nationaler und internationaler Ebene für den Schutzstatus eingesetzt haben. Auch die mexikanische Rockband Maná mobilisierte die Massen, um das Projekt durchzusetzen. Über die Organisation Avaaz wurden über das Internet zudem über eine Millionen Unterschriften gesammelt.

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Die Sierra del Divisor zwischen den peruanischen Regionen Ucayali und Loreto gilt als eine der artenreichsten Regionen der Welt und ist Heimat verschiedener indigener Völker, darunter auch isoliert lebende und unkontaktierte. Bisher wurden dort bereits über 3.000 verschiedene Pflanzenarten registriert sowie die sagenhafte Zahl von 570 Vogelarten, während in ganz Europa etwa 500 Vogelarten brüten. Für die dort lebenden Indios bedeutet die Ausweisung des Nationalparks zudem eine Garantie ihrer Lebensgrundlagen und Kulturen.

Mit der Ausweisung des Parkes will Peru die “Lunge der Erde“ erhalten und vor illegalen Aktivitäten wie Kahlschläge und Drogenanbau schützen, wie der peruanische Präsident Ollanta Humala es ausgedrückt hat.

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