Abgelegene Regionen des peruanischen Amazoniens werden mit der Welt verbunden

Veröffentlicht am 21. Januar 2015 - 10:40h unter Aktuelles aus Peru

Search bar in browserMit einem einzigartigen Projekt sollen im peruanischen Amazonas-Regenwald abgelegene Siedlungen an das Internet angeschlossen werden. Die Telefongesellschaft Perus hat dazu mit einem schwedischen Handyhersteller ein Abkommen geschlossen, nach dem das Internet via 4G auch in unzugängliche Regionen gelangen soll.

Wer mehrere Tage mit dem Boot zu einem Dorf im Amazonas-Regenwald unterwegs ist, erwartet dort kaum einen Internetanschluß. Für die Menschen, die dort leben bedeutet ein solcher aber mehr als nur ein Anschluß an die Welt. Nicht nur die Kommunikation wird erleichtert. Mit einer schnellen Internetverbindung ist ein Fernstudium möglich, können sich die Menschen besser informieren, Kontakte aufrecht erhalten, für ihre Produkte und Dienstleistungen werben und sie müssen keine beschwerliche Reise auf sich nehmen, um das einzukaufen, was es in ihrer Umgebung nicht gibt.

Von der peruanischen Telefongesellschaft wird das Projekt deshalb auch als wichtiger Schritt zur sozialen Eingliederung verstanden, das die Lebensqualität der Bevölkerung verbessern soll, die in den schwer zugänglichen Gebieten des Amazonas-Regenwaldes leben. Erhofft werden ebenso positive Auswirkungen auf die Wirtschaft.

Geplant ist, bis Ende dieses Jahres 172 Siedlungen mit der LTE-Technologie (Long Term Evolution) zu versorgen. Sie ermöglicht einen mobilen Breitbandanschluß mit einer Geschwindigkeit von bis zu 100 Mbps, ohne dass dafür Kabel verlegt werden müssen. Vorerst sollen mit der 4G-Technologie, wie sie auch genannt wird, vor allem öffentliche Einrichtungen mit dem Internet versorgt werden, wie Schulen und Gesundheitseinrichtungen.

Nach Angaben der peruanischen Gesellschaft Telefônica und Ericsson handelt es sich bei dem Projekt um das erste dieser Art in ganz Lateinamerika.

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