Köhlerschildkröte – Jabuti-piranga

Veröffentlicht am 21. November 2011 - 09:44h unter Reptilien
Überblick
  • Portugiesisch: Jabuti-piranga
  • Spezies: Chelonoidis carbonaria
  • Familie: Testudinidae (Echte Landschildkröten)
  • Ordnung: Chelonia (Suppenschildkröten)
Foto

Die Köhlerschildkröte besitzt eine lebendigere Färbung als ihre Artgenossin “Jabuti-tinga“ (Chelonoidis denticulata). Die Jabutis haben keine Zähne. Stattdessen besitzen sie im Maul eine Knochenplatte, die wie eine Messerschneide funktioniert.

Vorkommen

In Brasilien in den Regionen Südosten, Mittelwesten und Nordosten in der Amazonas-Region.

Lebensraum

Waldgebiete – Waldränder, Savannen und Cerrados.

Nahrung

Allesfresser – das heisst, sie frisst Fleisch, Früchte, Pflanzen, Regenwürmer, Schnecken und Gräser.

Fortpflanzung

Die Eiablage geschieht normalerweise auf dem Boden, indem das Weibchen ein Loch gräbt und durchschnittlich neun Eier hinein legt. Die Inkubation dauert zwischen 6 und 9 Monaten.

Red-Footed Tortoise
Red-footed tortoise ~ Geochelone carbonaria
Geochelone carbonaria
Geochelone carbonaria
Geochelone carbonaria
Geochelone carbonaria
Geochelone carbonaria
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Red-Footed Tortoise
Red-footed Tortoise
Red-footed Tortoise
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Red-footed Tortoise - Geochelone carbonaria
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Beschreibung

Dies ist die bekannteste Art der Landschildkröten Brasiliens. Ihr volkstümlicher Name “Jabuti-piranga“ in der Tupi-Indianersprache bedeutet das “rot“. Sie ist tagaktiv. Die männlichen Tiere sind grösser als die weiblichen – im Durchschnitt 30 cm und die Weibchen 29 cm – maximale registrierte Grössen liegen zwischen 40 und 50 cm. Das Gewicht schwankt zwischen 6 und 12 kg.

Die Spezies präsentiert auf dem Kopf rötliche Schuppen und hat rote Füsse. Ihr Panzer ist relativ länglich, hoch gewölbt und verziert mit einer Reihe von Vielecken mit gelbem Zentrum und einem Relief-Design – ihre Beine sind dick. Der Panzer dient dem Tier als “Schutzkiste“, in die es sich bei Gefahr zurückzieht.

Man spricht bei Schildkröten von einem “sexuellen Dimorphismus“ – die Unterseite des ventralen Panzers hat bei den männlichen Exemplaren eine konkave Form, während sie beim Weibchen gerade – in einigen Fällen auch konvex – verläuft, um bei der Kopula ineinander zu passen.

Das Tier braucht die ambientale Wärme, um die eigene Körpertemperatur steigern zu können – man spricht von einem “ectothermischen“ Tier. Nur so kann die Schildkröte aktiv sein und sich auf Nahrungssuche begeben. Sie gehört leider zu einer sehr verfolgten Spezies, um entweder geschlachtet zu werden oder im illegalen Tierhandel zu landen.

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