Babassupalme

Veröffentlicht am 24. November 2011 - 14:29h unter Bäume
Überblick
  • Portugiesisch: Babaçu
  • Art: Attalea speciosa
  • Familie: Arecaceae (Palmengewächse)
Foto

Die relativ anspruchslose Babassupalme wächst auf guten Böden in Gegenden mit häufigen Niederschlägen. In trockeneren Gebieten findet man sie entlang der Flussläufe. Überschwemmungen kann sie allerdings nicht standhalten.

Morphologische Merkmale

Die Attalea speciosa ist eine elegante, einzelstämmige Palme, sie kann bis 30 Meter hoch werden und einen Stammdurchmesser bis zu 50 Zentimetern erreichen. Die gebogenen, bis zu 8 Meter langen Blätter tragen Hunderte, sich gegenüber stehenden, Fiederblättchen.

Die hängenden, bis zwei Meter langen, Blütenstände bestehen entweder aus männlichen oder aus zwittrigen Blüten. Erstere können bis zu 400 Zweige hervorbringen – jeder mit bis zu 100 Einzelblüten. Zwittrige Blütenstände sind unter Umständen noch mehr verzweigt, jeder dieser Zweige trägt weibliche und männliche Blüten.

Es werden hartschalige, kugelige Steinfrüchte gebildet – zwischen 6 bis 12 cm im Durchmesser. Die Schale ist holzig und bis 2 cm dick, das Fruchtfleisch mehlig – eine Frucht kann bis zu 250 Gramm wiegen. Die drei bis sechs Samenkerne im Innern sind weiss und von öliger Konsistenz.

Herkunft

Brasilien – Regenwälder Amazoniens, inklusive der Anliegerländer.

Verbreitung

Die Babassupalme ist im südlichen Bereich des Amazonasbeckens vom Atlantik bis Bolivien heimisch und reicht im Norden über den östlichen und zentralen Amazonas bis Guyana und Surinam.

Attalea speciosa Mart. ex Spreng.
Attalea speciosa Mart. ex Spreng.
pastagem com babaçu
pastagem com babaçu
pastagem com babaçu
Attalea speciosa Mart. ex Spreng.
carvão de babaçu
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Beschreibung

Die zahlenmässig reichsten Bestände befinden sich allerdings südlich des Amazonasstroms – in den brasilianischen Bundesstaaten Maranhão und Piauí. Dort gibt es Babaçu-Bestände mit 10.000 Exemplaren auf einen Hektar. Diese hauptsächlich jungen Palmen breiten sich gerne auf so genannten “gestörten Standorten“ aus – an denen der Regenwald ausgedünnt wurde – eine solche Babaçu-Zone breitet sich südöstlich des Amazonasstroms aus – 150.000 Quadratkilometer in einem Übergangsgebiet vom Regenwald zur Savannenlandschaft.

Das Holz der Babaçu-Palme wird von den lokalen Bewohnern bei der Konstruktion ihrer Behausungen verwendet, während sie die Blätter zum Abdecken derselben nutzen. Die Milch der Babaçu und das Öl, welches sie aus den Kernen pressen, finden in der Küche Verwendung – die Schalen der Früchte dienen als Brennmaterial. Die Palmfasern werden im regionalen Kunsthandwerk verarbeitet.

Es ist noch nicht so lange her, da hat man das Babaçu-Öl auch auf seine Eignung als Bio-Kraftstoff untersucht – denn bisher wurde es von der Industrie lediglich als Bestandteil von Seifen verwendet.

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