Orchideenbaum

Veröffentlicht am 24. November 2011 - 14:49h unter Bäume
Überblick
  • Portugiesisch: Pata-de-vaca
  • Art: Bauhinia forficata
  • Familie: Fabaceae (Johannisbrotgewächse)
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Der Orchideenbaum “Pata-de-vaca“ (Bauhinia forticata) ist häufig im Atlantischen Regenwald der Ostküste Brasiliens. Die Gattung “Bauhinia“ umfasst rund 500 Arten von Bäumen, Büschen und Lianen – alle sind an die tropischen Regionen gebunden, denn sie vertragen keine Kälte. Die meisten von ihnen besitzen jene charakteristisch geformten Blätter, die dem Abdruck eines Kuhfusses ähneln.

Morphologische Merkmale

Der kleine Baum mit dem originellen brasilianischen Trivialnamen “Pata-de-vaca“ (Kuhfuss), erreicht eine Wuchshöhe von 5 bis 9 Meter. Er hat seinen volkstümlichen Namen von der besonderen Form seiner Blätter, deren Umrisse tatsächlich dem Abdruck eines Kuhfusses gleichen – alle Blätter der Gattung Bauhinia ähneln sich in diesem Aspekt. Das Bäumchen produziert üppige, herabhängende weisse Blüten und braune Samenschoten, die an jene der Mimosen erinnern.

Herkunft

Brasilien – Atlantischer Regenwald

Verbreitung

Man findet den Baum in den Regenwäldern und tropischen Teilen Brasiliens und Perus – sowie in den tropischen Zonen Ost-Paraguays und im nordöstlichen Argentinien.

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Beschreibung

Es ist bekannt, dass sich die Eingeborenen bereits in historischer Zeit der therapeutischen Eigenschaften des “Pata-de-vaca“ bedienten, aber über ihre Anwendungsbereiche und –techniken gibt es keine Dokumentationen. Dessen ungeachtet hat die heilkräftige Pflanze ihren Platz in der brasilianischen Phytotherapie. Nach neueren Untersuchungen wird sie als hypoglyzemisch beschrieben, als blutreinigend und diuretisch – und sie wird bereits seit sechzig Jahren zur Senkung von Blutzucker-Levels für Diabetiker eingesetzt. Ein Extrakt aus den Blättern wird innerlich und äusserlich gegen Elephantiasis und Schlangenbiss angewendet – sowie auch bei anderen Hautproblemen (inklusive syphilitischer Natur).

Die Behandlung im Fall von Diabetes ist so wirksam, dass man ihr die Bezeichnung “Vegetatives Insulin“ gegeben hat. In Brasilien und anderen Ländern Südamerikas hält man damit die Blutzuckerwerte auf einem gesunden Niveau, und man bekämpft damit auch andere Symptome der Diabetes, wie Polyurie, Nierenleiden und andere Probleme des urinalen Trakts. Teebeutel des “Pata-de-vaca“ gehören zu den üblichen Auslagen von Apotheken in Südamerika – traditionell trinkt man einen Blättertee nach jeder Mahlzeit, um den Blutzucker niedrig zu halten.

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