Andiroba-Baum

Veröffentlicht am 24. November 2011 - 14:20h unter Bäume
Überblick
  • Portugiesisch: Andiroba
  • Art: Carapa guianensis
  • Familie: Meliaceae (Mahagonigewächse)
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Der Andiroba ist ein Baum aus der Familie der Mahagonigewächse – sein Name stammt aus dem indianischen Tupi-Begriff “andi-roba“ – er bezieht sich auf die Samenkerne des Baumes und bedeutet “bitterer Geschmack“. Ihre ölige Essenz ist vom brasilianischen Gesundheitsministerium offiziell als Phytotherapikum anerkannt worden.

Morphologische Merkmale

Ein Baum von enormer Grösse – er kann eine Höhe von 30 Metern erreichen. Der Stamm zwischen dem Boden und den ersten Ästen ist zylindrisch, gerade – die Rinde ist dick und löst sich leicht in grossen Platten – sie hat einen bitteren Geschmack. Die Krone ist von mittlerer Grösse und stark verzweigt.

Der Blütenstand besteht aus Rispen. Die einzelnen Blüten sind cremefarben, und die Früchte bestehen aus Kapseln, die aufplatzen, wenn sie auf den Boden fallen und vier bis sechs Samenkerne freilegen. Der Baum blüht von August bis Oktober in Amazonien und trägt Früchte zwischen Januar und Mai. Es gibt da allerdings zahlreiche Varianten, je nach Region.

Aus den Kernen gewinnt man ein Öl, das zur Produktion von Insekten-Abwehrmitteln, antiseptischen und entzündungshemmenden Medikamenten verarbeitet wird.

Herkunft

Der Baum stammt aus der typischen Regenwaldvegetation Amazoniens.

Verbreitung

Zentral- und Südamerika, Karibik und tropisches Afrika. Er kommt im gesamten Amazonasbecken vor – besonders in Gebieten der “Várzea“ und anderen Überschwemmungsgebieten rund um die Lagunen der “Igapós“.

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Beschreibung

Carapa guaianensis und Carapa procera – die der Volksmund beide mit Trivialnamen wie “Andiroba, Andirova, Angirova, Carapa, Purga-de-santo-inácio“ belegt – sind zwei einander sehr ähnliche Baumarten, die beide in der brasilianischen Phytotherapie eine bedeutende Rolle spielen. Und zwar vorwiegend im Norden des Landes, der ihre Urheimat ist.

Dort verwendet man das Öl gegen Quetschungen, Schwellungen und Rheuma, indem man es an den betroffenen Stellen einreibt. Gegen Moskitostiche reibt man die Haut damit ein, und man kann es auch in Schalen abbrennen, um die Plagegeister zu vertreiben. In der Kosmetikindustrie wird das Öl Seifen, Shampoos und Cremes zugesetzt. Es soll auch gegen Haarausfall wirken, wenn man es in die Kopfhaut einreibt, und es tötet Würmer und andere Parasiten des Darmtrakts zuverlässig ab.

Das Öl selbst ist hellgelb und extrem bitter. Bei einer Temperatur unter 25oC nimmt es eine feste Konsistenz an, und man kann es wie eine Vaseline in die Haut einreiben. Es enthält Substanzen wie Olein, Palmitin und Glyzerin.

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