Riesige Stauseen im Amazonas?

Veröffentlicht am 15. Mai 2012 - 23:14h unter Fakten & Kuriositäten

Wussten Sie, dass in den 60er Jahren der Vorschlag eines amerikanischen Futurologen die Brasilianer gegen die USA aufbrachte?

Der US-Zukunftsforscher Herman Kahn (1922-1983) kam vom Hudson Institute und unterbreitete einen kontroversen Vorschlag: er forderte sieben riesige Stauseen im Amazonasbecken, um den wirtschaftlichen Aufschwung zwischen den Ländern Südamerikas und ausländischen Investoren zu stimulieren – und zwar auf dem Gebiet der Fischerei, den Bodenschätzen und des Erdöls der Region.

In den Ohren der damaligen brasilianischen Militärregierung klang dies nach einer “Internationalisierung Amazoniens”. Die Gegenreaktionen waren dementsprechend heftig. Einige der damals von den Militärs begonnenen “Pharaonischen Projekte” in Amazonien wurden von diesem drohenden Hintergrund vehement vorangetrieben. Alles lief dabei zu jener Zeit unter dem offiziellen brasilianischen Slogan: “Integrar para não entregar” (Integrieren, um nicht zu abzugeben).

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