Weisswangenklammeraffe

Veröffentlicht am 21. November 2011 - 22:26h unter Säugetiere
Überblick
  • Portugiesisch: Macaco-aranha-de-testa-branca
  • Spezies: Ateles marginatus
  • Familie: Cebidae (Kapuzinerartige)
  • Ordnung: Primates (Primaten)
Foto

Weisswangenklammeraffen ernähren sich von Knospen, Blättern, Früchten, Nektar, Samen, und Insekten und Eiern. Die Tiere leben in Gruppen bis zu 30 Individuen und erreichen ein Alter bis zu 33 Jahren. Die Lebensweise der Weisswangenklammeraffen ist praktisch unerforscht, deshalb ist wenig über diese Art bekannt. Vermutet wird, dass sie mit den übrigen Arten der Klammeraffen identisch ist.

Vorkommen

Diese Gattung der Kammeraffen kommt nur im nördlichen Brasilien vor. Ihr Verbreitungsgebiet wird im Norden vom Amazonas, im Westen vom Rio Tapajós und im Osten vom Rio Xingu beschränkt.

Lebensraum

In tief gelegenen Regenwälder

Nahrung

Wie alle Kammeraffen ernähren sich vorwiegend von Früchten. In geringem Masse nehmen sie auch Blätter und andere Pflanzenteile zu sich.

Fortpflanzung

Die meisten Geburten fallen in die Regenzeit zwischen November und Februar. Dann bringt das Weibchen nach 210 bis 232 Tagen Tragzeit ein einzelnes Jungtier zur Welt – es kann zu jeder Jahreszeit geboren werden. Die ersten vier Monate klammert es sich am Bauch der Mutter fest, dann wechselt es auf ihren Rücken. Es wird nach zirka einem Jahr entwöhnt, geschlechtsreif sind die Tiere zwischen dem dritten und vierten Jahr.

Populations-Status

Gefährdet – wird zum Verzehr bejagt.

Afeto
Macaco-aranha-de-cara-branca (Ateles marginatus)
Macaco-aranha-de-cara-branca (Ateles marginatus)
Ateles marginatus
White-whiskered Spider Monkey _01V0213
white-whiskered spider monkey (Ateles marginatus)
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Beschreibung

Primaten der Familie Cebideae – alle vom Typ Ateles – fallen auf den ersten Blick auf durch ihre besonders langen Gliedmassen, den überlangen Schwanz und sehr schmalen Körper, dadurch ähneln sie riesigen Spinnen (daher auch der brasilianische Name “Spinnenaffe“). Sie werden bis zu 65 cm gross, der Schwanz misst weitere 90 cm, und sie bringen bis zu 8 kg auf die Waage.

Als typische Baumbewohner, dient der lange Schwanz als ein fünftes Glied zum Greifen. Ihr Fell ist stets dunkel – meistens schwarz, die Haare stehen nicht dicht – das Gesicht ist haarlos, in diesem Fall eine rote Hautmaske, ohne Pigmente um Augen und Maul. Der Kopf ist relativ klein, mit Haarpinseln um die Ohren, die sich bis hinunter zum Kinn ziehen. Die Kopfhaare stehen nach vorn und bilden einen Kranz über den Augenbrauen. Sie haben grosse Hände mit sehr langen, schmalen Fingern.

Es gibt vier Arten mit den brasilianische Namen: “Coatá-de-barriga-clara“ (Hellbauchiger Spinenaffe) – “Coatá-de-testa-branca“ (Weissstirniger Spinnenaffe) – “Coatá-de-cara-vermelha“ (Rotgesichtiger Spinnenaffe) – “Coatá-de-cara-preta“ (Schwarzgesichtiger Spinnenaffe) – sie sind die grössten Primaten Amazoniens. Leider ist für einige Jäger ihr Fleisch “das Beste, was man in Amazonien bekommen kann“.

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