Wasserschwein – Capivara

Veröffentlicht am 20. November 2011 - 18:25h unter Säugetiere
Überblick
  • Portugiesisch: Capivara
  • Spezies: Hydrochaeris hydrochaeris
  • Familie: Caviidae (Meerschweinchen)
  • Ordnung: Rodentia (Nager)
Foto

Capivaras oder Wasserschweine sind in der Regel nicht besonders empfindlich gegen eine Umwelt, die vom Menschen verändert worden ist – im Gegenteil, sie passen sich den Gegebenheiten schnell an. Sie sind tag- und auch nachtaktiv – sie leben in der Regel in Gruppen bis zu 20 Individuen.

Vorkommen

Panama, Kolumbien, Venezuela, Peru, Paraguay, Nordosten von Argentinien, Uruguay, und in Brasilien ist es in allen Biotopen speziell im Pantanal und Amazonas ansässig.

Lebensraum

Fluss- und Seeufer, vorzugsweise in dichter Vegetation rings herum, um sich verstecken zu können.

Nahrung

Pflanzenfresser, zu Land und im Wasser.

Fortpflanzung

Die Tragzeit währt 5 Monate – im Durchschnitt werden 5 Junge geboren.

Populations-Status

ungefährdet

Capybara with Giant Cowbird
hydrochoerus hydrochaeris
hydrochoerus hydrochaeris
kapibara (Hydrochaeris hydrochaeris / Capybara / Wasserschwein)
kapibara (Hydrochaeris hydrochaeris / Capybara / Wasserschwein)
kapibara (Hydrochaeris hydrochaeris / Capybara / Wasserschwein)
kapibara (Hydrochaeris hydrochaeris / Capybara / Wasserschwein)
kapibara (Hydrochaeris hydrochaeris / Capybara / Wasserschwein)
Taim
Capincho (Hydrochaeris hydrochaeris)
Tick Amblyomma dubitatum (Acari: Ixodidae), females, colected in Amazon, Brazil
zoo Bcn-5
55 (322)
The world's largest rodent
Pont-Scorff zoo éponyme cabiai
hydrochoerus hydrochaeris
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Beschreibung

Das fälschlicherweise im Deutschen als “Wasserschwein“ bezeichnete Tier ist der grösste vegetarische Nager der Welt (also eher mit einem Eichhörnchen oder einer Ratte verwandt als mit dem Schwein). Ein ausgewachsenes Capivara erreicht ein Gewicht von 70kg – hat einen grossen Kopf, kleine Ohren und keinen Schwanz. Das männliche Tier kann anhand einer Sebacea-Drüse identifiziert werden, die sich an der Schnauze befindet.

Die Tiere ernähren sich von Gräsern und Kräutern an Flussufern und in Überschwemmungsgebieten. Die Spezies pflegt ein halb-aquatisches Dasein – die Tiere sind exzellente Taucher und haben zwischen ihren Zehen Schwimmhäute. Sie kopulieren im Wasser und verbergen sich unter Wasser bei Gefahr. Sie können bis zu 30 Minuten unter Wasser bleiben.

Zwischen den 60er und 70er Jahren wurden die Capivaras besonders im Gebiet des Pantanal von Jägern verfolgt, die ihre Felle und das ausgelassene Öl der Tiere für den medizinischen Hausgebrauch verkauften. Heutzutage dagegen, haben sich an der Peripherie einiger brasilianischer Städte, wo es keine Jäger und auch keine sonstigen Feinde mehr gibt, sogar besonders grosse Gruppen dieser Tiere gebildet, deren Kontrolle in einigen Fällen so ausgeartet ist, dass sie zu einer Plage geworden sind.

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