Brauner Brüllaffe – Bugio-ruivo

Veröffentlicht am 20. November 2011 - 18:17h unter Säugetiere
Überblick
  • Portugiesisch: Bugio-ruivo
  • Spezies: Alouatta guariba
  • Familie: Atelidae (Klammerschwanzaffen)
  • Ordnung: Primates (Primaten oder Herrentiere)
Foto

Das Brüllen der Braunen Brüllaffen im Chor hört sich fast an wie fernes Donnergrollen und dient einerseits der Kommunikation untereinander, wie der territorialen Behauptung. Die grössten Bedrohungen für diese Spezies stellt das Wachstum der urbanen Gebiete dar, mit Zerstörung ihres Lebensraumes – das Hochspannungsnetz, mit hohen Verlusten durch Stromschlag – Überfahren auf Landstrassen, wegen fehlender Baumverbindungen – und Waldbrände.

Vorkommen

In Brasilien – den Bundesstaaten Rio Grande do Sul, Santa Catarina, Paraná, Espirito Santo, Rio de Janeiro, Minas Gerais, Bahia Pantanal und Amazonas.

Lebensraum

Atlantischer Regenwald, sonstige Wälder – halten sich in Bäumen in einer Höhe zwischen 10-20 Metern über dem Boden auf.

Nahrung

Blätter (40% – 60%) – besonders junge Triebe, Früchte und Blüten.

Fortpflanzung

Die Tragzeit beträgt zwischen 185 bis 195 Tagen – es wird nur ein Junges geboren, das etwa 120 Gramm wiegt. Die Mutter trägt das Jungtier stets mit sich herum, das erst nach zwei Jahren feste Nahrung zu sich nimmt.

Populations-Status

In den Bundesstaaten Minas Gerais und Bahia sind die Tiere vom Aussterben bedroht.

Bugio-ruivo, Brown-howler-monkey (Alouatta guariba)
Alouatta guariba - Brown Howler
bugio (Alouatta guariba)
macaco bugio (Alouatta guariba) - familia
Brown Howler (Alouatta guariba)
Alouatta guariba - bugio
Bugio-ruivo (Alouatta guariba clamitans)
Bugio-ruivo (Alouatta guariba clamitans)
Bugio-ruivo (Alouatta guariba clamitans)
Bugio-ruivo (Alouatta guariba clamitans)
Bugio (Alouatta guariba)
Brown howler (Alouatta guariba) youngster
Brown howler (Alouatta guariba)
Macaco Bugio - Fêmea - Alouatta guariba
Bugio (Alouatta guariba)
Bugio (Alouatta guariba)
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Beschreibung

Man kennt sie auch unter den volkstümlichen Namen “Barbado“ und “Guariba“. Sie gehören zu den grössten neotropischen Primaten, mit einer Körperlänge zwischen 45 – 58,5cm und einer Schwanzlänge zwischen 48,5 und 67cm – ihr Gewicht schwankt zwischen 4kg – 7kg. Es sind kräftige Tiere, mit einem starken Bart ums schwarze Gesicht. Der Greifschwanz ist lang und dicht behaart, bis auf das hintere Drittel, welches ohne Haare, bedeckt von schwarzer haut, zum Greifen ausgebildet ist – wie eine fünfte Hand. Auch Brust und Bauch sind nur dünn behaart. Eine der wenigen Arten, die einen geschlechtlichen Dimorphismus (Unterschiede zwischen den Geschlechtern) präsentieren: Die Männchen sind von brillanter rötlich-brauner Färbung – mit goldenen Reflexen – die Weibchen dagegen dunkelbraun, fast schwarz.

Die Tiere leben in Gruppen von drei bis acht Exemplaren in den Kronen von Bäumen. Das robusteste Männchen ist der Anführer der Gruppe. Sie sind in der Regel tag- und dämmerungsaktiv – eine Spezies, die eng vom Baumbestand eines Gebietes abhängig ist. Ihre Nutzungsregion beläuft sich auf zwischen 1 und 20 Hektar – ein Primat mit geringer Aktivität, langsamen Bewegungen – zwei Drittel des Tages ist er am ruhen – er ernährt sich von Blättern und Früchten.

Die Basis seines Unterkiefers ist erweitert zur Aufnahme eines Kehlsacks, der sich unter seinem Vollbart verbirgt – eine Art Schallkörper, welcher seine Lautäusserungen (Brüllen) ganz enorm verstärkt – sie können bis zu einer Distanz von 5km gehört werden – und dies ist seine markanteste Charakteristik.

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