Falsche Paradiesvogelblume

Veröffentlicht am 22. November 2011 - 08:13h unter Helikonien
Überblick
  • Portugiesisch: Pássaro-de-fogo
  • Art: Heliconia bihai
  • Familie: Angiospermae (Bedecktsamige Pflanzen) – Heliconiaceae (Helikonien)
Foto

Die Falsche Paradiesvogelblume (Heliconia bihai) ist die Königin unter den wild wachsenden Helikonien – einmal durch ihre besondere Grösse, zum andern durch ihre dekorative Farbgebung. Natürlich wird sie auch von Gartenliebhabern gern kultiviert – in Gruppen oder Reihen. Und sie ist als Schnittblume beliebt, denn sie gibt floralen Arrangements einen ganz besonderen Touch und bleibt in Vasen lange frisch.

Morphologische Merkmale

Diese prächtige, buschige Helikonienart gehört zu den grossen Exemplaren ihrer Art – sie erreicht eine Wuchshöhe von drei Metern. Sie besitzt grosse, glatte Blätter mit langem Stiel. Ihr Blütenstand ist lang und steht aufrecht, er besteht aus zwei Reihen, sich gegenüberstehender, exakt ausgerichteter Brakteen. Sie sind kahnförmig, von orangeroter Färbung und mit einem sehr dekorativen, grünen Randstreifen versehen. Die umhüllten kleinen Blüten sind weiss.

Herkunft

Brasilien und Hawaii.

Vorkommen

Auf fruchtbaren, feuchten Böden, im Halbschatten oder direkter Sonne – in den tropischen und subtropischen Regionen Zentral- und Südamerikas.

Heliconia bihai (Lobster Basilier)
Helicônia Bihai - Balisier (Brazil)
Helicônia Bihai - Balisier Flower (Brazil)
Helicônia Bihai - Balisier Flower (Brazil)
Scharlachrote Hummerschere / Heliconia bihai
Heliconia bihai (Red palulu)
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Kurzbeschreibung

Wenn man nicht genau hinsieht, scheinen sich die Helikonien alle zu ähneln – aber aus der Nähe, oder wenn man gar fotografische Ambitionen hat, wie ich, entdeckt man überraschende Unterschiede. Die Heliconia bihai, die man bei uns in Brasilien auch volkstümlich als “Tracoá – Pacova-brava oder Pássaro-de-fogo (Feuervogel)“ bezeichnet, ist eine ganz besonders schöne, dekorative Spezies.

Eindrucksvoll ist die charakteristische Färbung der Deckblätter (Brakteen), die mit ihrem kräftigen Rot-orange einen fantastischen Kontrast zu den mittel- bis tiefgrünen Blättern bilden – durch den hellgrüne Randstreifen auf den Brakteen-Rändern kann man sie von allen andern Helikonien sofort unterscheiden.

Weil ihre kahnartigen Brakteen aufrecht stehen, sammelt sich in ihnen das Regenwasser (wie auch bei anderen Helikonien-Arten) und bietet so Insekten und Vögeln ein natürliches Trinkwasserreservoir. Übrigens wird sie fast exklusiv von Fledermäusen und Kolibris bestäubt – bei näherer Betrachtung kann man feststellen, dass die Brakteen besonders den langen Zungen der einen und den langen Schnäbeln der andern angepasst sind.

Vielleicht hat sie ihren eigenartigen deutschen Namen “Falsche Paradiesvogelblume“ als Gegenstück zur echten “Paradiesvogelblume“, der Strelitzia reginae, deren Ursprungsland allerdings Südafrika ist, und die mit ihrer unterschiedlichen Erscheinungsform wohl kaum mit der Heliconia bihai verwechselt werden kann – zumindest nicht, wenn sie blüht.

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