Pfefferholz

Veröffentlicht am 24. November 2011 - 14:15h unter Bäume
Überblick
  • Portugiesisch: Freijó
  • Art: Cordia goeldiana
  • Familie: Boraginaceae (Raublattgewächse)
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Die vielen verschiedenen Bezeichnungen des Pfefferholz-Baumes wie: Freijó, Frei-jorge, Freijó-branco, Freijó-preto, Freijó-rajado sind bereits ein Indiz dafür, dass dieser Baum wegen seiner Holzqualität hoch geschätzt wird.

Morphologische Merkmale

Hoch wachsender Baum von 7 – 26 Metern Höhe und einem Stammdurchmesser zwischen 0,45 – 0,65 Zentimetern. Er ist von geradem Wuchs, zylindrisch, mit gefurchter, schuppiger, sehr dicker Rinde, die ab und zu Platten abwirft – unregelmässige Krone mit einem Durchmesser von mehr als 5 Metern. Die Laubblätter sind einfach, unbehaart, von länglicher Form, mittlere Grösse zwischen 5,5 und 11 Zentimetern, wechselständig.

Blüte röhrenförmig, Krone mit elliptischen Zipfeln – mit weisser Farbe während der Blüte und kastanienbraun während der Reife, jede mit fünf Blütenblättern von 3 cm Grösse – angeordnet in Gruppen.

Die Frucht ist vom trockenen Typus, etwa 2 cm gross, kastanien-grau gefärbt, stilettartig, erinnert an einen Fallschirm, den der Wind zum Gleiten bringt – ein Kilogramm dieser Früchte enthält zirka 37.000 Samen.

Herkunft

Stammt aus Amazonien – Brasilien und anliegende Länder.

Verbreitung

Brasilien und Guyanas – in Gebieten hohen Regenwaldes der “Terra firme“ – mit bedeutenden Vorkommen im Bundesstaat Pará – ausserdem in den brasilianischen Bundesstaaten Acre, Amapá, Rondônia, Maranhão, Tocantins und Mato Grosso.

Beschreibung

Der Baum Cordia goeldiana ist von den Einheimischen, je nach seinem Standort, mit vielen verschiedenen Trivialnamen belegt worden, wie zum Beispiel: “Freijó, Frei-jorge, Freijó-branco, Freijó-preto, Freijó-rajado, Freijó-verdadeiro, Louro-freijó“ und vielen anderen – auch die Ausländer haben ihm ihre speziellen Namen gegeben: “Brazilian-walnut“, “Jenny-wood“ (USA), “Laurel-blanco“ (Lateinamerika), “Salmwood“ (UK) und “Pfefferholz“ (D).

Das Holz ist leicht zu sägen, zu schleifen und zu kleben, und ist deshalb eine begehrte Importware in den erwähnten Ländern, wo es zu den unterschiedlichsten Zwecken verarbeitet wird, wie zum Beispiel: Tischen, Schränken und anderen Möbeln, Türen, Fussböden, Wandverkleidungen, Furnieren und sogar im Bootsbau.

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