Angelparadies Amazonien

Veröffentlicht am 27. März 2013 - 14:44h unter Fakten & Kuriositäten

Wussten Sie, dass Amazonien ein wahres Angelparadies mit vielen unentdeckten Spezies ist?

OLYMPUS DIGITAL CAMERABrasilien und vor allem die Amazonasregion des riesigen Landes sind für eine unvergleichliche Flora und Fauna bekannt. Über und unter Wasser tummeln sich eine Vielzahl von faszinierenden Spezies, viele davon noch nicht einmal katalogisiert. Diese trifft auch auf die Fischbestände des gewaltigen Amazonas und seiner Nebenflüsse zu. In den Flüssen Amazoniens gibt es dabei die grösste Anzahl von Fisch-Spezies der ganzen Welt.

Experten gehen heute von bis zu 3.000 Fischarten aus, 15-mal mehr als bislang in den Flüssen Europas katalogisiert wurden. Sie stellen zugleich 85 Prozent der Fischarten Südamerikas und stolze 15 Prozent der weltweiten Fischarten dar. Allerdings wird bislang nur ein Bruchteil der Arten tatsächlich für die Selbstversorgung und den Weiterverkauf genutzt. Letzte Studien haben ergeben, dass sich 90 Prozent des Fangs auf gerade einmal 18 Fischarten beschränken.

Und doch sind unter diesen Spezies mächtige Brocken von bis zu 300 Pfund! Auch unter Wasser strotzt der Amazonas vor Gigantismus. Unter den Sportanglern ist vor allem der Tucunaré, eine Buntbarschart, sehr beliebt. Trotz seiner nur knapp 10 Pfund ist er ein unglaublich kampfstarker Fisch, der schon so manche Ausrüstung mit die Tiefe gezogen hat. Die Hauptattraktion im Amazonas sind jedoch zweifellos die Welsarten. Die Einheimischen benutzen bei solchen Exemplaren sehr starke Seile, die mit der Hand eingeholt werden.

Aber auch Amazonasrochen, Tambaqui, Jaraqui, Curimatã und Pacu beissen gerne einmal an. Wenn ihm nicht der gefräßige Piranha den Köder vor der Nase weggeschnappt hat. Denn die in Schwärmen auftretenden Räuber können an mancher Stelle für einen Sportangler zu einer echten Plage werden. Schon alleine deshalb benötigt man bei einer Angelreise an den Amazonas einen ortskundigen und erfahrenen Guide. Die notwendige Ausrüstung für seinen Abenteuertrip sollte man sich bereits im Vorfeld besorgen und damit aus Europa mitbringen.

Denn schnell trifft man auch einmal auf einen wahren Giganten wie den Pirarucu. Mit bis zu 3 Metern Länge und über 200 Kilogramm ist er der mächtigste Süsswasserfisch der Welt. Die Schuppen des Pirarucu sind bis zu handflächengross und werden von den eingeborenen Frauen gern zur Maniküre verwendet – ihre raue Oberseite eignet sich bestens als Nagelfeile. Von den Ureinwohnern wird er normalerweise mit der Harpune gejagt.

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