Häufige Krankheiten in Amazonien und Gegenmaßnahmen

Veröffentlicht am 13. August 2014 - 15:13h unter Nachrichten aus Amazonien

Amazonien gehört wohl zu den schönsten Reisegegenden, die man entdecken kann. Reisende vernachlässigen jedoch oftmals die nötigen medizinischen Vorkehrungen und setzen dadurch unnötig ihre Gesundheit aufs Spiel. Natürlich wird nicht jeder, der nach Amazonien reist, automatisch krank. Prophylaxe-Maßnahmen sollten dennoch ergriffen werden, gerade, da sich die nötige Vorbereitung unaufwendig gestaltet. Im Extremfall kann die Vorsorge sogar Leben retten.

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  • Das Denguefieber: Das Denguefieber wird durch Mücken übertragen, die in der Zeit von November bis April aktiv sind. Die ersten Symptome treten ca. eine Woche nach Ansteckung auf: 40 °C Fieber, grippeähnliche Leiden und ein niedriger Puls. Hinzu kommen Hautausschlag und ein Anschwellen von Lymphknoten, Milz und Leber. Bei erkrankten Kindern oder einer zweiten Infektion im Erwachsenenalter treten häufig Blutungen der inneren Organe auf. Dies kann schnell zum Tode führen.

    Es existiert kein Impfstoff gegen Denguefieber, weshalb ein entsprechender Schutz gegen das Überträgermoskito sehr wichtig ist. Außerdem sollte man helle und lange Kleidung tragen, freie Hautstellen sollten großzügig mit Mückenschutz eingerieben werden. Der Hautschutz sollte etwa alle zwei Stunden neu aufgetragen werden.

  • Malaria: Malaria gilt als häufigste Tropenkrankheit, an der jährlich weltweit etwa 500 Millionen Menschen erkranken. Es gibt verschiedene Arten von Malaria, die unterschiedliche Symptome verursachen. Die Krankheit wird durch einen einzelligen Erreger namens Plasmodium hervorgerufen und durch weibliche Stechmücken übertragen. Am gefährlichsten ist Malaria Tropica, die zum Beispiel in Bolivien auftritt. Unbehandelt endet sie oft tödlich.

    Die Krankheit kann mitunter erst Wochen und Monate nach der Infektion einsetzen. Bei eintretendem Fieber sollte deshalb schnell ein Arzt aufgesucht werden und dieser über den vergangenen Aufenthalt in Amazonien informiert werden. Auch gegen Malaria existiert keine Schutzimpfung, es gilt dieselbe Vorsorge wie beim Denguefieber. Für Gebiete mit hohem Malaria-Risiko gibt es Chemoprophylaxen, die ein Tropenmediziner medikamentös durchführen kann.

  • Gelbfieber: Auch Gelbfieber wird durch Mücken übertragen. Die ersten Krankheitserscheinungen treten bereits nach zwei Tagen auf und bestehen aus verlangsamten Puls, Fieber, Übelkeit, Erbrechen und Kopf- und Gliederschmerzen. Oftmals genesen die Betroffenen nach Überstehen dieser einwöchigen Phase, es kann danach aber auch zur toxischen oder gelben Phase kommen. Hierbei kommt es zu einem Leber-Nierenversagen, hohem Fieber, Gelbsucht und Bluterbrechen durch Blutung der inneren Organe. Auch Bewusstseinsstörungen und Verwirrungszustände treten häufig auf. Die toxische Phase endet oft mit dem Tod des Betroffenen.

    Eine medikamentöse Behandlung gibt es nicht, dafür aber einen Impfstoff. Die Impfung darf nur in einer staatlich zugelassenen Gelbfieber-Impfstelle durchgeführt werden. Auf dieser Seite lassen sich in jedem Bundesland entsprechende Impfstellen gegen Gelbfieber finden.

Neben diesen schweren Erkrankungen kommt es bei Reisen in ferne Gebiete häufig zu kleinen Leiden, beispielsweise Magen-Darm-Erkrankungen. Die Online-Apotheke Mycare zeigt auf, welche Hygiene- und Ernährungsregeln man befolgen sollte, um solche Erkrankungen zu vermeiden.

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