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Säugetiere in Amazonien

Veröffentlicht am 25. November 2011 - 10:07h

Hoch in den Bäumen und unter der Wasseroberfläche – Rosa Delfine, Jaguare, Faultiere, panzergeschützte Gürteltiere und die seltsamen Ameisenbären – alle diese Säugetiere haben ihren Platz in unterschiedlichen Regionen Amazoniens – zusammen mit um die 420 anderen Säugetierarten, die dort heimisch sind. Aber ihre Mehrzahl sind Nager und Fledermäuse.

Welche Art von Säugetieren findet man in dieser Region?

Zum Beispiel den Jaguar (Panthera onca). Verehrt und gefürchtet, der Jaguar ist die grösste Katze des amerikanischen Kontinents. Trotz seiner weiträumigen Verbreitung in Regenwäldern, gefluteten Sumpfgebieten, Grassavannen, halb-trockenen Cerrados, dornigen Buschsteppen und subtropischen Wäldern, ist seine Existenz an diesen Orten bedroht und nimmt ausserhalb des Amazonas-Regenwaldes, seinem bedeutendsten Rückzugsgebiet, zahlenmässig kontinuierlich ab.

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Female Jaguar (Panthera onca)
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Jaguar on prowl - DI4A3404-1
Jaguar at high noon - DI4A3441-1
Jaguar - Panthera onca
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Diese Fotos stammen aus der Flickr Foto-Community und werden gemäß der Flickr-RSS API abgebildet.

Ausser ihm gibt es wenigstens sechs Katzen-Spezies, die im Amazonasgebiet heimisch sind – zum Beispiel der Puma (in Brasilien “Suçuarana“ – Puma concolor), der Ozelot (in Brasilien “Jaguatirica“ – Leopardus pardalis) oder die Langschwanzkatze (in Brasilien “Gato maracajá – Leopardus wiedii).

Den Tapir (Tapirus terrestris) – Südamerikas grösstes Säugetier überhaupt – findet man in den tropischen Ebenen und den subtropischen Waldgebieten, vorzugsweise in feuchten, nassen oder zeitweilig überschwemmten Gebieten. Entwaldung, Jagd und die urbane und landwirtschaftliche Ausbreitung haben seine Populationen empfindlich reduziert.

Eine Reduzierung ihrer Populationen weniger zu fürchten haben die grössten Nager dieser Welt, die Wasserschweine (in Brasilien “Capivaras“ – Hydrochoerus hydrochaeris) – sie sind etwa so gross wie ein mittleres Hausschwein – vielleicht deshalb der irreführende deutsche Name, denn sie sind, trotz ihrer Grösse, mit Eichhörnchen und Mäusen verwandt und können bis 50 kg schwer werden. Nicht nur in Amazonien, sondern überall in Südamerika trifft man auf ganze Gruppen von ihnen an Flüssen und in Sumpf- und Feuchtgebieten.

Der Riesenotter (in Brasilien “Ariranha” – Pteronura brasiliensis) ist ebenfalls eine äusserst gefährdete Art, die nur in Südamerika vorkommt – hauptsächlich in Amazonien und im Pantanal. Die Einengung seines Lebensraums, die indiskriminierte Jagd und die Verschmutzung der Flüsse stellen eine ernstzunehmende Bedrohung für das Überleben dieser besonderen Art dar.

Auch die Primaten sind in Amazoniens Regenwäldern besonders zahlreich. Bisher wurden dort 57 Affenarten von Wissenschaftlern klassifiziert – und Neuentdeckungen werden immer noch gemacht – jedes Jahr etwa eine neue Spezies.

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