Kleiner Ameisenbär – Tamanduá-mirim

Veröffentlicht am 21. November 2011 - 22:03h unter Säugetiere
Überblick
  • Portugiesisch: Tamanduá-mirim
  • Spezies: Tamandua tetradactyla
  • Familie: Myrmecophagidae (Ameisenbären)
  • Ordnung: Pilosa (Zahnarme)
Foto

Der so genannte “Kleine Ameisenbär“ ist, im Gegensatz zu anderen Spezies, noch ein geschütztes Säugetier innerhalb der brasilianischen Fauna. Allerdings steht seiner dauerhaften Erhaltung die zunehmende Reduzierung der Wälder durch Brandrodung entgegen, die zur Eliminierung seiner prinzipiellen Nahrungsquelle führt: den Ameisen, Termiten und ihren Larven.

Vorkommen

Von Venezuela bis nach Südbrasilien.

Lebensraum

Savannen und Wälder.

Nahrung

Ein ausgewachsener Tamanduá-mirim frisst pro Tag zirka 9.000 Ameisen und Termiten – das entspricht 1,5 kg Insekten!

Fortpflanzung

Die Tragzeit dauert zwischen 130 und 150 Tagen.

Populations-Status

Kaum bedrohlich.

Southern Tamandua (Tamandua tetradactyla) wounded, with embedded quills from a Black-tailed Hairy Dwarf Porcupine (Coendou melanurus) ...
Southern Tamandua (Tamandua tetradactyla) wounded, with embedded quills from a Black-tailed Hairy Dwarf Porcupine (Coendou melanurus) ...
Kleiner Südlicher Ameisenbär (Pantanal, Brasilien) , NGID102429691
Südlicher Tamandua (Tamandua tetradactyla) P1110818
Southern Tamandua
Tamanduá-mirim - Tamandua tetradactyla
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Beschreibung

Um sich zu ernähren benutzt das Tier eine einfache Technik: Er setzt seine kräftigen Krallen (vier insgesamt) ein, um damit Löcher in die Termitenhügel zu reissen – mit seiner klebrigen Zunge holt er sie dann aus ihrem Bau, geleitet von seinem aussergewöhnlichen Geruchssinn, der seine schwache Sehkraft und ebenso schwaches Gehör ausgleicht.

Dieses Tier wird allerdings durch die verschiedensten Aktionen des Menschen bedroht – direkt oder indirekt – wie zum Beispiel durch die vielen getöteten Tiere auf den Autostrassen, die seinen natürlichen Lebensraum durchqueren, oder durch häufige Angriffe durch Hunde der Plantagenbesitzer.

Ein grosses Problem ist die Tatsache, dass der Ameisenbär wegen seiner niedrigen metabolischen Levels besonders lange Tragzeiten und eine reduzierte Zahl an Neugeburten aufweist – daher die besondere Sorge der Tierschützer um sein Wohlbefinden.

Da er nur nachts aktiv ist, sieht man ihn nur selten bei Tageslicht. Er ist ein Einzelgänger, der sich nur zur Paarungszeit einen Partner, oder eine Partnerin, sucht. Auf 350 bis 400 Hektar Landfläche findet man in der Regel vielleicht zwei Tiere der gleichen Spezies.

Charakteristisch für ihn ist seine Fellfärbung: Kopf, Beine und der vordere Teil seines Rückens sind gelblich – der Rest des Körpers ist schwarz, und so scheint es als hätte er eine schwarze Weste an. Der Kleine Ameisenbär wiegt bis zu 5 kg und lebt annähernd 9 Jahre.

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