Gezeichneter Barbensalmler – Jaraqui

Veröffentlicht am 21. November 2011 - 09:10h unter Fische
Überblick
  • Portugiesisch: Jaraqui
  • Spezies: Semaprochilodus insignis
  • Familie: Curimatidae (Breitlingssalmler)
  • Ordnung: Characiformes (Salmlerartige)
Foto

Wegen seiner parziellen Nachtaktivität hat der Gezeichnete Barbensalmler besonders grosse Augen – er wird deshalb auch als “Nachtsalmler“ bezeichnet. Sein Maul ist klein und hat relativ dicke Lippen.

Vorkommen

Südamerika – weitverbreitet im hydrografischen Becken des Amazonasstroms – Ecuador, Kolumbien, Peru, Guyana und dem brasilianischen Amazonien.

Lebensraum

Er wandert und laicht in den Kanälen der grossen Flüsse, findet seine Nahrung aber vorwiegend in den überfluteten Ebenen – man trifft die Art auch in den durch Überschwemmung entstandenen Lagunen der “Várzea“ und Regenwaldbächen.

Sardinhas Frita
Jaraqui ( Semaprochilodus insignis), Manaus-AM.
Jaraqui ( Semaprochilodus insignis), Manaus-AM.
Jaraqui (Semaprochilodus insignis)
Venda de Peixe
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16 février 2014 - Un Jaraqui
Piracaia  .  .  .
Catch of the day  .  .  .
Santa Amazônia
Characiformes: Prochilodontidae
Pescador Amazonense I
Pescador Amazonense II
Jaraqui (Semaprochilodus theraponura)
5
River Pink Dolphin
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Beschreibung

Der “Jaraqui”, wie er in Brasilien genannt wird, ist regional einer der populärsten Fische Amazoniens wegen seiner Häufigkeit und seines exzellenten Fleisches. Der Gezeichnete Barbensalmler (Semaprochilodus insignis) – der übrigens im Englischen ebenfalls als “Jaraqui“ bezeichnet wird – erreicht eine Grösse zwischen 25 und 30 Zentimetern.

Sein Körper ist lateral abgeflacht und im Profil stark gewölbt – seine kleinen Schuppen sind von silbriger Färbung, die Schwanzflosse ist gegabelt, gelb bis orange gefärbt, mit schwarzen, horizontal verlaufenden Bändern. Auch die Bauchflossen präsentieren diese rotorange Färbung, welche bei den männlichen Exemplaren intensiver leuchtet als bei den Weibchen und damit ein sicheres Unterscheidungsmerkmal darstellt. Die Rückenflosse ist mit einem gegabelten Stachel an ihrer Basis bewehrt und fahnenartig verlängert. Die Afterflosse, vor der Schwanzflosse, präsentiert dieselbe Zeichnung parallel verlaufender schwarzer Linien oder Streifen – die beiden Bauchflossen leuchten im selben Orangeton.

In seinen heimatlichen Gewässern tritt er in Schwärmen auf, wobei er die mittleren Wassertiefen bevorzugt. Er ernährt sich exklusiv vegetarisch – gegen Abend und nachts weidet er die Algenteppiche ab, wobei Mikroorganismen ebenfalls gefressen werden.

Die Paarung fällt auf die Regenperiode – die Fische begeben sich auf längere Laichwanderungen durch die Kanäle der Hauptflüsse ihrer Region zu den Oberläufen. Der Laich kann mehrere hundert bis einige tausend Eier beinhalten – die anschliessend vom Männchen befruchtet werden. Die Larven schlüpfen bereits nach zwei Tagen und schwimmen einige Tage später schon frei. Ihre Nahrung bilden Plankton und Mikroorganismen. Die Fische werden zwischen drei und fünf Jahren alt.

Im Amazonien kommen zwei Arten von “Jaraqui“ vor, die sich sehr ähnlich sind, sich aber durch die unterschiedliche Schuppengrösse unterscheiden – entsprechend bezeichnen die Einheimischen sie auch als “grossschuppiger“ und “kleinschuppiger Jaraqui“ – beide Arten sind gleichgross. Zusammen stellen sie den grössten kommerzialisierten Prozentsatz an regionalem Fisch in Amazonien dar.

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