Arapaima – Pirarucu

Veröffentlicht am 21. November 2011 - 09:14h unter Fische
Überblick
  • Portugiesisch: Pirarucu
  • Spezies: Arapaima gigas
  • Familie: Arapaimidae (Knochenzüngler)
  • Ordnung: Osteoglossiformes (Knochenzünglerartige)
Foto

Eine Besonderheit des Arapaima ist seine Atmung, die sowohl durch die Kiemen unter Wasser geschehen kann, als auch durch seine als Lunge veränderte Schwimmblase, über Wasser – was besonders während der Trockenperiode notwendig wird, wenn die Gewässer einen sehr niedrigen Wasserstand erreichen.

Vorkommen

Im Norden Südamerikas – im Unterlauf des Amazonas und seinen ruhigen Flussarmen, sowie in seinen Nebenflüssen Madeira, Tapajós und Xingu – den grösseren Wasserläufen der Marajó-Insel und im Mündungsdelta des Amazonas.

Lebensraum

Der Fisch lebt in Seen, Lagunen und ruhigen Buchten von Flüssen mit klarem Wasser, sie können Schwarz- oder Weisswasser sein – vorzugsweise alkalisch.

Arapaiba o pirarucú (Arapaima gigas)
Arapaima gigas
Arapaima gigas
Arapaima gigas
Arapaima gigas
Arapaima
Pirarucu
Pirarucu
Unbenannt
Arapaima
Arapaima
49 Dez 2012 (182)
Pirarucu (ピラルク)
Pirarucu (ピラルク)
Arapaima
Arapaima gigas - Arapaima - Arapaima
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Beschreibung

Sein Name stammt aus der indigenen Tupi-Guarani-Sprache: Arapaima = roter Fisch, und gigas = gigantisch, das haben die Wissenschaftler aus der griechischen Sprache abgeleitet. In der Tat, der “Pirarucu“ – so nennen ihn die Brasilianer – ist wahrscheinlich der grösste Süsswasserfisch unseres Planeten, ein Schuppenfisch, der nach nicht bestätigten Berichten von Eingeborenen eine Länge bis zu 4,5 Metern erreichen soll – Längen von drei Metern und einem Gewicht von zirka 250 Kilogramm sind bisher offiziell registriert worden.

Diese Fischart präsentiert sehr unterschiedliche biologische und ökologische Charakteristika: Sein riesenhafter Körper ist lang gestreckt und in seinem Querschnitt rund. Er hat eine olivgrüne Färbung mit grossen, metallisch glänzenden Schuppen. Sein Kopf ist auf der Oberseite abgeflacht und hat eine Knochenstruktur.

April bis Mai paaren sich diese Fische – dazu legen sie auf sandigem Untergrund ein Nest von einem halben Meter Durchmesser und zirka 15 cm Höhe an – es ist die Aufgabe des Männchens, die Jungfische etwa sechs Monate lang zu beschützen. In den ersten Wochen ihres Lebens schwimmen die Jungfische deshalb stets im Umfeld des väterlichen Kopfes herum. Der Vater hält sich mit seinen Jungen dicht unter der Wasseroberfläche auf, um ihnen die Übung des atmosphärischen Atmens zu erleichtern.

Obwohl der Arapaima eine resistente Spezies darstellt, gefährden ihn seine ökologischen und biologischen Eigenschaften gegenüber der Aktion von Fischern. Seine Umsorgungsgewohnheiten mit dem Nest und den Jungen machen ihn zu einer leichten Beute für Netze und Harpunen. Seine physiologische Notwendigkeit, alle vierzig Minuten zum Luftholen aufzutauchen, wird ihm zum Verhängnis besonders während der Brutpflege.

Die Entfernung des väterlichen Schutzes, und auch die lange Phase sexueller Unreife der Jungfische, machen diese zur Beute von natürlichen Fressfeinden, wie zum Beispiel der Piranhas. Auf diese Weise überleben nur sehr wenige Fische dieser Spezies, die wegen Überfischung stark gefährdet ist, denn sein Fleisch, ob frisch, eingesalzen, geräuchert oder getrocknet, wird in der regionalen Küche sehr geschätzt.