Stachelwels – Babão

Veröffentlicht am 20. November 2011 - 19:35h unter Fische
Überblick
  • Portugiesisch: Babão, Barbado, Barba-Chata
  • Spezies: Goslinea platynema
  • Familie: Pimelodidae (Antennenwelse)
  • Ordnung: Siluriformes (Welsartige)
Foto

Der Stachelwels besitzt drei Paar Bart-Fäden (Antennen) – ein maxillares und zwei mentoniane Paare. Der erste Stabilisierungsbogen der Brustflossen sowie der Rückenflosse ist jeweils als spitzer Stachel ausgebildet (daher der Name).

Vorkommen

Ganz Südamerika

Lebensraum

Tritt in Amazonien vor allem im Hauptkanal Solimões/Amazonas auf, sowie allen Weisswasser-Nebenflüssen – gelegentlich während der Regenperiode auch in Überschwemmungsgebieten der “Várzea“.

Beschreibung

Zur Familie der Antennenwelse Pimelodidae gehören “Bagre, Dourada, Mandi, Filhote, Piramutaba, Pirarara, Surubim“ und andere Vertreter mit einem “nackten“ Körper – ohne Schuppen oder Knochenplatten – nur mit einer strapazierfähigen Haut bedeckt. Diese Familie besteht aus 31 Ordnungen und 90 Arten, die man im Allgemeinen als “Bagres“ oder Hautfische bezeichnet, mit einer endlosen Reihe von volkstümlichen Namen. Einige Vertreter dieser Gruppe gehören zu den grössten Süsswasserfischen Südamerikas, und die meisten sind auch von wirtschaftlicher Bedeutung.

Der Stachelwels gehört zu den grösseren Vertretern seiner Familie, kann bis zu 100 cm Länge erreichen. Sein Kopf ist abgeflacht, die Augen sind klein, die maxillaren Antennen breit und flach – der Rücken hat eine blaugraue Färbung und wird am Bauch gelb – ohne Punkte oder Flecken.

Diese Fische unternehmen jährliche Wanderungen – scheinbar, um sich am Oberlauf der Weisswasser-Flüsse zu reproduzieren. Es gibt keine Informationen über die Fortpflanzung an und für sich, über die Eiablage ebenso wenig, aber es ist anzunehmen, dass sie sich wie die anderen Mitglieder ihrer Familie verhalten: mit einer Eiablage gegen Anfang der Hochwasserzeit.

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