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Venezuela: über die Gran Sabana in den Amazonas-Regenwald

Veröffentlicht am 11. September 2013 - 23:33h unter Aktuelles aus Venezuela

Eine große Savanne inmitten des amazonischen Regenwaldes: es ist ein ganz spezielles Ökosystem, welches sich grenzüberschreitend vom äussersten Norden Brasiliens in den äussersten Süden Venezuelas ausbreitet. Eine gewaltige Gras- und Buschlandschaft, die aus dem Weltall betrachtet durch den sandigen Boden bräunlich ausschaut und dadurch den Eindruck vermittelt, hier habe man ganz gezielt den Amazonas vollends vernichtet. Aber das ist nicht der Fall. Es ist eine 10.820 Quadratkilometer große Hochebene, die von bis zu 1.000 Meter hohen Gebirgsketten umschlossen ist. Überwindet man diese, landet man wieder im dichten, pulsierenden und schier undurchdringlichen Regenwald.

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In der Savanne findet man fast nur Gräser und eine spezielle Palmenart vor. Ansonsten ist die Landschaft karg und unbewohnt – unendliche Weite wie aus einem amerikanischen Western. Doch auch die längste Straße führt einmal durch einen Ort und der wohl wichtigste ist Santa Elena de Uairén auf venezolanischer Seite. Er blühte vor allem durch den Handel mit Brasilien auf, den jenseits der Grenze liegt gleich der Ort Pacaraima. Will man die Gran Sabana besuchen, muss man hier einfach halt machen. Von Caracas oder Ciuadad Guayana kommt man mit komfortablen Überland-Bussen dort hin, in Kürze soll Santa Elena de Uairén per Flugzeug abermals erreichbar sein.

Grenzstadt Santa Elena de Uairén idealer Ausgangspunkt für Touren

In der beschaulichen Grenzstadt bietet sich für deutsche Touristen vor allem die Posada Los Pinos as idealer Ausgangspunkt für Touren in die Region an. Die komfortable und ruhig gelegene Anlage wird vom Kölner Eric Buschbell geführt, der bereits 1991 Deutschland verlassen hat und nach eigenen Angaben irgendwann nach vielen Abenteuern mit 100 US-Dollar in der Tasche und ohne jegliche Spanischkenntnisse in Venezuela aufschlug. Als Reiseleiter für deutsche Touristen verdiente er sich sein erstes Geld und baute sich so binnen zwei Jahrzehnten ein eigenes florierendes Geschäft mit Unterkünften und Touren auf. Nun kann er Urlaubern die besten Tipps geben und das auch noch in der Muttersprache, so dass Missverständnisse ausgeschlossen werden können.

Gerade solchen privaten Veranstaltern wie Buschbell, die in den vergangenen Jahren viel Zeit, Kraft und Geld in den Ausbau der touristischen Infrastruktur gesteckt haben, ist es überhaupt zu verdanken, dass das südamerikanische Land mit seiner Hauptstadt Caracas nicht mehr länger eine weisse Landkarte für Urlaubsreisen ist. Viel hat sich getan in den vergangenen Jahren, im Internet wird man immer schneller auf der Suche nach Venezuela-Reisen fündig, unter anderem hier finden Sie Top Reiseangebote für einen unvergesslichen Erlebnis-, Bade- oder Kultururlaub in dem faszinierenden Land zwischen Karibik und Regenwald.

Und damit noch einmal zurück nach Santa Elena de Uairén an der brasilianischen Grenze. Von dort aus kann man nicht nur den gewaltigen Tafelberg Monte Roraima erklimmen oder die bereits erwähnte Savannenlandschaft in Augenschein nehmen, es bieten sich sogar Touren zu den Yanomami-Indianer im tiefen Dschungel an. Und anschliessend kann man noch einen Abstecher nach Boa Vista in Brasilien machen. Die Hauptstadt des Bundesstaates Roraima lässt sich zwar kaum mit den größeren Metropolen des Landes vergleichen, aber auch hier findet man ein abwechslungsreiches Nachtleben, komfortable Hotels und zahlreiche kulinarische Spezialitäten. Mit knapp 500.000 Einwohnern ist es ein dicht bevölkerter Fleck auf der sonst fast leeren Landkarte im extrem Norden Brasiliens. Und damit ein krönender Abschluss auf einer Reise durch die wohl eigentümlichste Region Amazoniens.

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