Internationales Forschungsteam entdeckt neue Froschart im Amazonas-Regenwald

Veröffentlicht am 8. März 2016 - 07:16h unter Nachrichten aus Amazonien

RTEmagicC_perereca-diabolicaWissenschaftler haben im Amazonas-Regenwald eine bisher unbekannte Froschart entdeckt. Sie hat den Namen Hypsiboas diabolicus erhalten. Entdeckt haben sie die Amphibie an mehreren Fundorten in Französisch Guayana und in drei Munizipen des brasilianischen Bundesstaates Amapá. Jetzt wollen sie die das Tier und seine Verbreitung eingehender studieren.

An der Entdeckung waren mehrere Forscher aus verschiedenen Ländern beteiligt, unter ihnen der Brasilianer vom Jucvialdo Lima vom Forschungsinstitut Iepa und der Franzose Antoine Fouquet vom Forschungszentrum CNRS.

Laut Lima hat Fouquet bei einer Forschungsarbeit im Regenwald den kleinen Frosch aufgespürt. Zu dem Zeitpunkt war er sich allerdings nicht sicher, ob es sich um eine eigenständige Art handelte oder nicht, da der Hypsiboas diabólicus seinem Verwandten Hypsiboas geographica zum Verwechseln ähnlich ist. Fouquet hat sich deshalb an Lima gewandt.

Bei genauerem Hinsehen sind den Forschern Unterschiede zwischen den bereits wissenschaftlich beschriebenem Frosch und der neu gefundenen Art aufgefallen, wie rötlichere Beine und amberfarbene Pupillen. Um sicher zu gehen haben sie jedoch ebenso die genetischen Merkmale untersucht. Das Ergebnis ist die Entdeckung einer neuen Art, die Ende Februar im Wissenschaftsmagazin „Zootaxa“ beschrieben wurde.

Begonnen haben die umfangreichen Studien zu Hypsoboas diabolicus bereits im Jahr 2011. Nachgewiesen haben die Forscher den Frosch vor allem im Osten von Französisch Guayana und an drei Stellen im brasilianischen Amapá. Allerdings gehen sie davon aus, dass er noch andernorts vorkommen könnte.

Seinen Namen verdankt der kleine fünf bis sieben Zentimeter große Laubfroschverwandte einer Karnevalsfigur Französisch Guaynas, dem “diable rouge“. An der Studie beteiligt waren Wissenschaftler des brasilianischen Institutes Iepa, der Universität São Paulo, des französchen Forschungszentrums CNRS, des Yoologischen Museums von Kalifornien und der belgischen Universität in Brüssel.

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