Die größten Gefahren für den Amazonas-Regenwald

Veröffentlicht am 7. Dezember 2011 - 12:02h

Amazonien ist zwar ein gigantisches Öko-Paradies, es kann sich aber nicht selbst schützen. Zu viele Faktoren wirken auf die Region im Norden Südamerikas ein, die sich von Atlantik bis kurz vor den Pazifik erstreckt. Das schwerwiegendste Problem ist jedoch, dass gleich neun Staaten durch ihre jeweilige Politik über das Schicksal des größten zusammenhängenden Regenwaldgebietes dieser Erde bestimmen.

Stelle man sich vor, Amazonien wäre ein eigenständiger Staat mit fest definierten Aussengrenzen. Dann würden innerhalb des gewaltigen Areals von über 7 Millionen Quadratkilometern einheitliche Regelungen gelten. Es wäre nicht mehr wichtig, ob man sich in Bolivien, Brasilien, Ecuador, Französisch-Guayana, Guyana, Kolumbien, Peru, Suriname oder Venezuela aufhält. Überall hätte man sich an dieselben Gesetze zu halten – was ich an einem Ort nicht darf, dass darf ich auch nicht ein paar hundert oder tausend Kilometer weiter entfernt.

Dies bleibt allerdings ein Wunschtraum. Denn jedes Land – teilweise sogar die dortigen Provinzen – haben ihre eigenen Vorstellungen, was mit Amazonien passieren soll. Und entsprechende Regelungen und Gesetze geschaffen, die strikten Umweltschutz unmöglich machen. In der Realität sind zwar die Grenzen zu diesen Territorien innerhalb des undurchdringlichen Regenwald nur auf dem Papier markiert und ausschließlich mit Hilfe von Satelliten feststellbar, diese unsichtbaren Linien sind jedoch mitunter die größte Bedrohung für den atemberaubend schönen Dschungel. Die Umweltpolitik kann also zehn Bäume weiter oder hinter der nächsten Flußbiegung ganz anders aussehen – und die fehlende Überwachung öffnet zudem der Zerstörung und Ausbeutung noch weiter Tür und Tor.

Zehntausende Quadratkilometer Amazonas-Regenwald fallen nicht nur deswegen jedes Jahr den Aktivitäten des Menschen zum Opfer – allerdings auch aus vielen anderen und meist unterschiedlichen Gründen. Mit der Zerstörung verschwinden oft endemische Tiere und Pflanzen, viele davon wurden bislang noch nicht einmal entdeckt und werden damit nie den Weg in wissenschaftliche Werke finden. Zudem beeinflusst der Raubbau an der Natur zumindest das lokale und regionale Klima und beschwört neue Gefahren herauf. Von den möglichen Auswirkungen auf das Weltklima ganz zu Schweigen.

Doch welche Gefahren drohen dem Regenwald in Amazonas wirklich? Die Abholzung und Brandrodung hat viele Motive, die wir auf den kommenden Seiten einmal näher beleuchten wollen. Dabei wird man jedoch feststellen, dass so mancher Eingriff in die Natur durchaus berechtigt sein könnte, berücksichtigt man auch die sozialökonomische Entwicklung der ansässigen Bevölkerung. Schließlich ist Amazonien kann leeres Land – über 30 Millionen Menschen leben hier!

Diese Gefahren drohen Amazonien:

  • Maßnahmen in der Infrastruktur: Straßenbau, Wasserkraftwerk, Stadtentwicklung
  • Ausweitung der Agrarwirtschaft: Baumwolle, Soja, Viehzucht
  • Ausbeutung der Bodenschätze: Öl, Erdgas, Erze, Gold, Diamanten
  • Verarbeitung des Baumbestandes: Tropenholz-Exporte, Baumaterial, Holzkohle

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